Oh, du schöne Zeckenzeit!

Frühlingszeit ist Zeckenzeit. Haha. Dass ich nicht lache. Bei uns war bis auf wenige frostige Tage den ganzen Winter Zeckenzeit und ich habe so die vage Befürchtung, dass es im Frühjahr mit steigenden Temperaturen nicht unbedingt besser werden wird. Aktuell haben wir so um die fünf Grad und die Viecher sind wahnsinnig aktiv. So aktiv, dass ich von den Bretonen täglich einige Plagegeister abpflücken muss, zudem regelmäßig welche irgendwo krabbelnd in der Wohnung finde [vorzugsweise im Bett] und selbst in den letzten Monaten schon zwei festgebissene Zecken hatte. Eine am Kopf und eine am Schienbein, von dem ich dachte, dass es eigentlich nicht die erste Anlaufstelle für Zecken sei. Das macht aber doch wiederum deutlich wie gierig und skrupellos die Biester inzwischen sind. Geben sich auch mit einem Schienbein zufrieden. Als würde das nicht reichen ist mein Auto zu einem rollenden Zecken-Terrarium geworden, denn auch da muss ich fast täglich Krabbelviecher von den Amaturen pflücken.

Nun ist es ja aber doch noch recht frisch, wie soll das also erst werden, wenn es wärmer wird? Denke ich an den letzten Frühling zurück, so hatten wir Spitzenzahlen von etwa dreißig bis vierzig Zecken pro Berti nach einem Spaziergang. An Kito gehen nicht ganz so viele, aber immer noch genug und Maya scheint für die Biester zum Glück relativ unattraktiv, sodass ich bei ihr nach einer Gassi-Runde vielleicht mal fünf Tierchen runter sammle. Letztes Jahr haben wir das tatsächlich irgendwie ohne Zeckenabwehr mit ständig gründlichem Absuchen hinbekommen. Dieses Jahr habe ich echt Bedenken und habe mir also Gedanken gemacht, wie ich die Hunde am besten vor Zecken schützen kann.

Von Kokosöl, über Bernsteinketten, Bierhefe, Knoblauch, Scalibor und Seresto haben wir wirklich schon einiges probiert – ausgenommen chemische Spot-ons, die kommen mir nicht auf den Hund. Die natürlichen Mittel haben leider keinerlei Wirkung gezeigt, bei Scalibor haben die Hunde lediglich ihr Fell verloren, hatten aber genauso viele Zecken, Seresto wurde gut vertragen und hat tatsächlich sehr gut gegen Zecken geholfen. Wieso also nicht wieder Seresto? Ich möchte ehrlich mit euch sein: weil ich es furchtbar hässlich finde. Ja, ich mag meine Hunde ohnehin am liebsten nackig und dann fotografiere ich nunmal auch sehr gern. Und da tue ich mich mit einem grauen Gummihalsband einfach wahnsinnig schwer. Natürlich geht es mir in erster Linie um das Wohl meiner Hunde und wenn es nicht anders geht, dann geht’s eben nicht anders.

Jetzt wollten wir den natürlichen Mittelchen aber doch noch eine Chance geben und haben uns mit verschiedenen Zeckenabwehr-Produkten von cdVet eingedeckt.

Mit ZeckEx herbal gibt es ein Ergänzungsfuttermittel bestehend aus Bierhefe, Kokosraspeln, Petersilie und Schwarzkümmelsamen. Die fleißigen Kräuterhexen unter euch können sich das sicherlich auch etwas günstiger selbst zusammen mischen, ich bin ehrlichgesagt zu faul. Die Kräutermischung unterstützt den Hautstoffwechsel und soll unsere Hunde somit unattraktiver für Zecken machen.

Weiterhin gibt’s das Abwehrkonzentrat Hund basierend auf Geraniol und Teebaumöl. Dieses soll über die ersten drei Wochen täglich in die Ohrzapfen oder wahlweise zwischen den Schulterblättern und am Rutenansatz einmassiert werden. Danach soll es ausreichen, das Konzentrat ein bis zwei mal wöchentlich aufzutragen.

Und weil ich mir nicht sicher war und gerade ’nen Lauf hatte, dachte ich mir „komm, nimmste das andere Ding auch noch mit“, welches sich wie die Fütterungsergänzung ZeckEx nennt, allerdings ebenfalls zum Auftragen ist und durch den [un]angenehmen Geruch von ätherischen Ölen abschreckend auf Zecken wirken soll.

Ich denke wir werden uns zunächst mal auf die ersten beiden Mittel beschränken und euch in ein paar Wochen berichten wie unsere Erfahrungen sind. Seid ihr auch so von Zecken geplagt und wenn ja, was hilft bei euren Vierbeinern am besten?

6 Kommentare

  1. Ich bin schon sehr auf eure weiteren Berichte und Erfahrungen gespannt. Bei uns ist es (zur Zeit) noch ruhig n der Zeckenfront – aber auch in den letzten Jahren sind wir mit unseren einfach Mitteln sehr gut ausgekommen und konnten nur wenige Zecken unser eigenen nennen :) Ich nutzte ja schon viele Jahre das Ballistol Stichfrei für meine Schuhe / (Hosen)beine und die Halsbänder / Geschirre / Leinen der Hunde. Daneben gibt es bei uns immer Kokosflocken über das Futter und auch Knoblauchöl. Was davon wie wirkt … keine Ahnung. Aber solange wir unter 10 gesichteten Zecken pro Jahr bleiben mit beiden Hunden ist das für mich ok.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

    1. Maya's Frauchen sagt: Antworten

      Unter zehn pro Jahr?! Was würde ich dafür geben!! Ich glaube wir hatten allein in diesem Jahr schon mindestens fünfzig :-( Und wie gesagt, wenn’s erstmal wieder wärmer wird, dann sind dreißig pro Spaziergang pro Bretone absolut realistisch. Diese Viecher braucht echt kein Mensch und kein Tier – wenn sie zumindest irgendeinen Nutzen hätten…

  2. Hier ein möglicher Tipp als Schutz vor Zecken und Flöhen:

    CatanDog’s Antiparasitenplakette

    Wir haben uns vor gut 5 Jahren für die Antiparasitenplaketten von „CatanDog’s“ entschieden. Sowohl die Wirkungsweise als auch das Ergebnis sind zwar wissenschaftlich NICHT bewiesen.
    Unsere Hunde Abbie und Tippi und auch unsere vorherige Hündin Mellie sind seitdem jedoch von Zecken verschont geblieben. Die CatanDog’s Antiparasitenplakette ist mit einer besonderen, elektromagnetischen (skalaren) Aufladung versehen. Durch den permanenten Körperkontakt mit dem Haustier bildet sich ein Bioresonanzfeld, nach dem Prinzip der bekannten „körpereigenen Resonanz“, das helfen kann Flöhe und Zecken fernzuhalten. Dieses Schwingungsfeld wehrt nicht nur Zecken und Flöhe ab, sondern gibt den Hunden auch insgesamt ein besseres Lebensgefühl.

    1. Hallo, habe mit meinem Tierarzt mal die ganzen Sachen wie Bernsteinkette oder diese Antiparasitenplaketten durchgesprochen. Dazu mal ein bis zwei Erklärungen: 1. Kommt es darauf an, wo man Spazieren geht. Es gibt Stellen, da fangen sich die Hunde pro Gassigang 30 Zecken ein und 500 m weiter so gut wie gar keine! Zu den Bernsteinketten oder elektromagnetische Aufladungen Dank irgendwelcher Plaketten sei gesagt:. Das ist pure Geldmacherei!!! Auf der Homepage der Bernsteinkettenvertriebsgesellschaft steht allen ernstes, die Zecken würden sich beim Anblick von Bernstein daran erinneren, dass man daran haften bleibt (Zecken haben ein Gedächtnis?Klar. Haben ja ein Riesenhirn mit Schmerzzentrum, Gedächtnis und Amygdala etc) Nun zu den elektromagnetischen Aufladungen, bei denen die Zecken angeblich huuuiii vom Hund durch die Aufladung weggeschleudert werden sollen. Das geht nicht!!! Zecken lassen sich nicht elektrisch aufladen oder wegschleudern! Die Plaketten sind ebenso ausgemachter Schwindel. Wie gesagt, es kommt darauf an, wo man läuft. Hat man Gebiete, in denen sich kaum Zecken aufhalten, nimmt man bestimmt gerne an, dass die Zecken Dank der Wunderplaketten vom Hund ferngehalten werden. Im zeckenverseuchten Gebiet helfen die Dinger dann genauso wenig wie die Bernsteinketten. Sorry! Gebiet wechseln, Hunde untersuchen ist das einzige was hilft!

      1. Maya's Frauchen sagt: Antworten

        Ich kann mich mit sowas ja auch nicht anfreunden ;-)
        Ich sehe das ähnlich wie du, Pitou. Es kommt an wo man spazieren geht und mit welchem Hund. Ich gehe ja logischerweise mit meinen drei Hunden die selbe Strecke und während die Bretonen aus dem Zecken-Sammeln einen Wettbewerb machen, hat Maya meistens keine einzige ;-)
        Meine Theorie für Bernstein & Co ist ja, dass die Hunde vielleicht generell nicht besonders attraktiv auf Zecken wirken und man sich vorgaukelt es läge am Bernstein.
        Wir haben jetzt zum dritten Mal Seresto Halsbänder für die Jungs, weil sich trotz Absuchen immer wieder Zecken festgebissen haben bzw die Zecken dann unsere Wohnung unsicher gemacht haben. Im Bett, an der Wand, auf meinem Kopf…
        Bei Maya reicht absuchen aus :-)

  3. Hi Maya, erstmal find ich toll, wie du schreibst, super!!! zum Thema Zecken, verwende ich seit ca. 4Monaten Schwarzkümmelöl für meinen Bretonenbuben. Ich sehe zwar immer wieder Zecken auf seinem Fell (während des Spazierengehens), vorzugsweise auf seiner Nase rumtanzen, aber angebissen hat seit ca. 2Monaten keiner mehr!!! und ich bin vorwiegend im Wald und auf Wiesen unterwegs. so zum vergleichen, vorher hatten ich tgl zw. 10-30Zecken zum abklauben, diejenigen, die ich nicht am Wuff gefunden hatte, lagen dann auf der Couch und Co… (auch teilweise in meinem Bettchen ;-) ) Er bekommt täglich einmal ca. 1/2 TL ins Futter. Soll auch gut gegen Flöhe und Parasiten sein. (Kann ich nichts dazu sagen, da wir damit noch keine Probleme hatten). ganz liebe Grüße und ein Bretonen Wuff aus Oberösterreich

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