Das bisschen Jagdtrieb…

Bevor Maya zu uns kam, glaubte ich eine leise Ahnung zu haben was Jagdtrieb bedeutet. Mit konsequenter, zielorientierter Arbeit lässt sich das umlenken. Als fleißiger Hundemensch, der gern mit seinen Vierbeinern arbeitet, sollte das nicht wirklich ein Problem darstellen.

Ich wurde eines besseren belehrt.

Und immer wieder fällt mir auf, dass Leute, die noch nie einen wirklich ambitionierten Jäger erlebt haben, absolut keine, keine, keine Vorstellung davon haben, was es wirklich bedeutet einen solchen Hund zu führen und im richtigen Maß auszulasten. Die Bretonen scheinen hier ein regelrechter Kassenschlager zu sein. Wenn ich mit meinen Dreien auf nette, interessierte Menschen ohne Hund treffe und mich mit ihnen unterhalte, möchten sie spätestens gegen Ende des Gesprächs auch einen Bretone haben. Denn man denke ja schon lange darüber nach, sich einen Hund anzuschaffen. Und eigentlich solle es ja ein XY werden – aber mensch, diese [ähm, wie hießen sie noch gleich?!] sind ja wirklich so lieb! Und hübsch! Und ja, die Größe ist ja außerdem total angenehm.

Und ähm, ja – die jagen wie Sau!

Flieger, grüß mir die Sonne. Wenn du sie findest.

Aber der belesene Fast-Hundehalter weiß ja, dass man etwas, was über lange Zeit mit großer Vielfalt selektiert und gefestigt wurde mit zwei, drei Handgriffen weg zaubern kann. Schließlich hat er bereits zwei Hundebücher gelesen und guckt außerdem regelmäßig wie die Herrschaften im Fernsehen das machen. Letztendlich muss man den Hund ja nur ordentlich auspowern, ein paar mal den Futterbeutel werfen und den Hund beim Ertönen der Pfeife mit allerhand Köstlichkeiten vollstopfen. Wenn’s trotzdem nicht funktioniert, schmeißt man eben was. Oder drückt den Hund auf den Boden. Peanuts.

Die Leute hören mich nicht. Ich kann sagen was ich will, es kommt nicht bei ihnen an. Versteht mich nicht falsch, ich möchte es ja niemandem ausreden und würde mich freuen, wenn viele abgestoßene Jagdhunde die Chance auf ein neues Leben bekommen. Ich würde mir nur wirklich sehr wünschen, dass man zumindest versucht zu begreifen, dass es eben sehr viel mehr als ein Fingerschnipsen braucht um in seinem Jäger einen zuverlässigen Partner zu finden. Auch Kito wurde bereits vor uns vermittelt, kam zu einer Dame, die scheinbar gut informiert war und sich keinerlei Gedanken machte, dass es auch Dinge geben wird, die vielleicht erstmal nicht klappen. Das Ende vom Lied war, dass Kito nach zwei Wochen zurück gegeben wurde – mit der Begründung, dass dieser Hund eine einzige Katastrophe sei. Und leider ist das bei Jagdhunden keine Ausnahme.

„Aber DIE sind ja lieb“, höre ich die Leute dann sagen. Ja. Natürlich sind die lieb. Die haben ja kein Interesse Menschen zu zerfleischen, nur weil sie eine Leidenschaft für’s Jagen hegen.

Da stehe ich nun also und versuche ein realistisches Bild von meinen Jagdschweinen zu machen, die neben mir sitzen wie die Lämmer und mit schmachtenden Blicken um Zärtlichkeit flehen.

Und während ich so erzähle, nicken die Leute und winken ab. Früher. Da hatten sie ja mal einen Retriever. Der hat gejagt wie ein Schnitzel. Aber er war immer abrufbar. Man habe also Erfahrung. Dass der Gute vermutlich eher aus Langeweile mal einem Karnickel nachgestellt hat, kommt nicht in Frage. Das war ein Jäger aus Leidenschaft.

Natürlich bringt jeder Hund ein gewisses Interesse an Wild mit – denn Hund ist immernoch Hund. Aber ich möchte die Behauptung wagen, dass nicht wenige Hunde „jagen“ gehen, weil sie nie eine angemessene Führung bekommen haben und viele Leute immernoch der Meinung sind Auslastung bedeutet möglichst oft und möglichst weit einen Ball in die Walachei zu feuern oder den Hund an der Reizangel auszupowern. Und dann wundert man sich wirklich, dass der Hund nicht das gewünschte Verhalten im gemeinsamen Alltag zeigt?!

Für meinen Geschmack gibt es einfach zu viele Geschichten à la „manchmal rennt er einem Reh hinterher und er hat auch schon oft die Bundesstraße überquert, aber er kam meistens schon nach ein paar Stunden wieder“ – soll das also der Anspruch an eine solide Mensch-Hund-Beziehung sein? Dass der Hund abhaut, sich und andere in große Gefahr bringt, aber ja immer irgendwann wieder kommt? Ich finde das wirklich erschreckend und habe absolut kein Verständnis dafür, dass die Leute ihre Hunde dennoch ohne Leine laufen lassen. Der muss sich ja mal austoben, heißt es dann. Sonst ziehe er wie verrückt an der Leine. Da machen die Leute es sich wirklich sehr bequem, denn das Eine hat mit dem Anderen in dieser Hinsicht überhaupt nix zu tun. Vielmehr würde ich mich doch fragen wie ich den Hund auf solch große Distanzen kontrollieren möchte, wenn ich nicht einmal im engen Radius, an der Leine, in der Lage bin ihm Führung zu geben und Grenzen zu setzen, die er auch ernst nimmt und respektiert. Letztendlich ist es den Leuten einfach zu anstrengend.

Natürlich kann man bei der Auswahl seines Hundes nicht immer alles vorhersehen. Habe ich bei Maya mit einem dermaßen ausgeprägten Jagdtrieb gerechnet? Natürlich nicht. Auch eine Bulldogge kann sich als Jagdjunkie entpuppen, genauso wie es Jagdhunde geben mag, die keinerlei Interesse am Wild zeigen [Gerüchten zufolge gibt es sie wirklich]. Aber wenn ich mir eine Jagdhunderasse ins Haus hole, ist die Wahrscheinlichkeit nicht allzu gering, dass der Hund jagdliche Ambitionen zeigt – und das muss man mögen! Man muss sich bewusst sein, dass man auf den Spaziergängen zunächst eben nicht mal ein bisschen die Seele baumeln lässt und mit seinem Wauz entspannt durch die Wälder streift. Natürlich ist das möglich, aber besonders in der Anfangszeit wird ein solcher Hund eure komplette Aufmerksamkeit fordern. Er wird nicht nach zwei Wochen ohne Leine laufen können und er wird nicht das Wild stehen lassen, nur weil ihr vorher die Fleischwurst beim Metzger geholt habt, die er doch sonst so gern mag.

82 Kommentare

  1. Einfach klasse geschrieben…

    Liebe Grüße Vicky

    1. toll geschrieben.
      Ich habe eine Hündin (7 KG Mischung zwischen Chihuahua und Westi), die Rehe gehetzt hat. Sie war bis zu ihrem 7. Lebensjahr nur an der Schleppleine (bis dahin war viel Arbeit nötig).
      Selbst Heute (sie ist jetzt 13) achte ich auf ihre Bewegungen. Ich bin jetzt schneller als die Kleine und sie wird direkt angeleint, wenn ich sehe, dass sie eine Spur aufnimmt.

      1. Da sprichst du etwas ganz wichtiges an, denn das A&O in Sachen Jagdtrieb ist es finde ich auch, seinen Hund in seiner Körpersprache richtig einschätzen zu können und sei sie noch so subtil. So kann man entsprechend agieren.

    2. Danke Vicky! :-)

  2. Gaby Bernreuther sagt: Antworten

    Toller Artike!!! Kann ich nur bestätigen! Zwischen „jagdtrieb“ und JAGDTRIEB liegen Welten! Hab selbst ein Jagdmonster (Mischung aus Berger de Picardie und spanischen Jagdhund-Mix) das mich an die Grenzen meines Verstandes gebracht hat lol. Sie ist zwar super gehorsam – aber wehe es kommt ihr ein Wildgeruch in die Nase oder sie sieht gar etwas….. Deshalb bleibt sie sogar mit 9,5 Jahren im Wald an der langen Leine!

    1. Danke Gaby :-)

  3. Ich lese grade schmunzelnd deinen Artikel, sehr schön beschrieben…:)) Ich habe selber einen Bretonen und einen Podenco Moneto, von denen immer alle begeistert sind, wie lieb sie sind und wie gut sie hören usw. Jedem dieser Personen versuche ich mitzugeben, dass dahinter eine Menge Arbeit steckt und das man mit zwei Jagdhunden nicht einfach „irgendwie“ durch den Wald schlendert. Leider erlebe ich viel zu oft, wie solche „Jagdschweine“ als nette Familienhunde vermittelt werden und die Besitzer oft nicht sehr glücklich mit den Hunden sind. Es sind tolle Hunde – bei den richtigen Menschen.

    1. Ja, damit steht und fällt es. Es gibt leider sehr viele Jagdhunde, die ohne jeglichen Input vor sich hin „vegetieren“, weil man es eben so hingenommen hat, dass der Hund Jagdtrieb hat und nicht ableinbar ist, fertig. Nun, ich finde es kein Drama, wenn ein Hund überwiegend an der Leine bleiben muss, aber wenn ein Hund sein Leben lang nur durch die Gegend latscht und seine Leidenschaft in keinster Weise ausleben darf, blutet mir das Herz :-( und das sieht man leider doch recht häufig.

  4. Monika Kösling sagt: Antworten

    Du hast mir aus der Seele geschrieben,

    auch ich hab gedacht wird schon nicht so schwer sein, aber es ist genau so! schwer.

    1. Schwer, aber auch wahnsinnig schön :-)

  5. Ich haben einen Golden Retriever und hätte Dich ehrlich gesagt auch nicht verstanden, hätte ich nicht über Weihnachten für zwei Wochen einen 18 Monate alten Jagdhund (German Shorthair Pointer) von einem Freund bei mir aufgenommen hätte.

    Hilfe! Ja jetzt weiss ich was ein echter Jagdtrieb ist und habe größten Respekt davor! Lilly empfinde ich seit dem als den Pflegeleichtesten Hund überhaupt und ich weiss wirklich nicht ob ich das auf Dauer könnte.

    Nach nur wenigen Tagen hatte ich realisiert, dass es ihm nicht reicht sich nur zu Bewegen, er braucht Auslastung für seine Nase und seinen Jagdtrieb und habe angefangen zu recherchieren. Dein Artikel ist super, ich fände es klasse wenn Du ein paar Tipps geben könntest, wie Du Deinen Jäger täglich auslastest, ich leite den Link dann gleich an meinen Freund weiter!! :)

    Noch mal, Respekt und volles Verständnis!
    Und für alle die diesen Artikel lesen und denken „oh wie lieb“ und dass es ja so schlimm nicht sein kann, es ist genau so wie oben beschrieben, kein Kinderspiel!

    1. Danke Lena!
      Ja, Thema Auslastung werde ich auch bei Gelegenheit nochmal aufgreifen.
      Momentan bekomme ich ziemlich viele Anfragen in die Richtung, also werde ich mir mal eine Liste anlegen mit allen Themen, die gewünscht sind :-)

  6. Hallo,
    schöner Artikel! ich erlebe leider auch ziemlich oft, dass Hundehalter ihre Hunde in wildreichen Gebieten einfach ableinen, sich unterhalten und gar nicht mitbekommen, dass der Hund schon außer Sichtweite ist, weil er einen Hasen entdeckt hat. Und diesen Spruch: „Der kommt gleich wieder!“ kann ich überhaupt nicht verstehen! Ich hätte viel zu viel Angst um meinen Hund und auch um die Wildtiere! Zudem trainiert der Hund ja zunehmend das Jagen und wird seinen Radius erweitern und auch die Wahrscheinlichkeit, dass er Beute macht, steigt von Mal zu Mal.
    Liebe Grüße,
    Marleen

    1. Stimme dir da voll und ganz zu – aber diese Leute wird es immer geben. Schade für den Hund, der am Ende wenn es ganz blöd läuft der Leidtragende ist :-(
      Sowas werde ich nie verstehen.

  7. Rosemarie Stübs sagt: Antworten

    Hallo!
    Toll geschrieben.
    Ich habe auch einen Bretonen aus dem Tierheim seit 1,5 Jahren.
    Vorher hatte ich auch einen Labrador, dessen Erziehung dagegen ein Witz war. Wir lieben unseren Hund innig.
    Er ist wunderbar.
    Wir arbeiten beständig mit ihm.
    Es stimmt, was sie sagen, wenn man keinen so ambitionierten Jäger hat, kann man sich nicht vorstellen was das bedeutet. Mich würde auch interessieren, was sie alles mit ihrem Hund machen oder auch nicht machen. Ein großer Teil unserer Arbeit War auch den Hund zur Ruhe zu bringen.
    L.G. Rosie Stübs

    1. Hallo Rosie,
      danke :-) ich werde auf jeden Fall im Laufe der Zeit weiterhin auf verschiedenen Themen in Sachen Erziehung und Auslastung eingehen.
      Liebe Grüße, Cosima

  8. Danke danke danke! Leider werden wieder nicht viele von denen, die es nötig hätten, diesen Artikel lesen… Nach 10 Jahren mit einer DD-KLM-Mix-Dame aus der Bauernhofscheune, als Erst-Hunde-Besitzerin, als jemand, der aus Liebe zum Hund, aus Verantwortung und aus Spaß das halbe Leben umgekrempelt hat, kann ich nur sagen: Es ist ARBEIT, aber es macht im besten Fall der Fälle glücklich — Jagdhund und Mensch. Und natürlich sind Jagdhunde im Idealfall „lieb“, sie sind ja schließlich für die Zusammenarbeit mit ihrem Menschen „gemacht“ — eigentlich eine hervorragende Bedingung für Bindung und Gehorsam ;-)
    Ein kleiner Tipp: Wenn einem die „normale“ HuSchu nicht weiter hilft, suche man sich einen freundlichen Jäger, der sich damit auskennt und Hundeverstand hat. Viele Jägerschaften bieten inzwischen schon Hunde-Kurse für Nichtjäger an.
    Und ja: Ruhe ist die erste Jagdhund-Pflicht — deswegen sind sie im Haus auch meistens ein Traum. Draußen können sie es auch sein :-)
    LG Indina

    1. Da stimme ich dir absolut zu, Indina!
      Ich möchte die Arbeit mit meinen Hunden auch nicht missen und ich glaube ehrlichgesagt, dass ich mich langweilen würde, wenn sie nicht so wären wie sie sind. Ich kenne es nicht anders und habe es lieben gelernt. Und das verbindet uns mehr als alles andere!

  9. Wir haben drei Beagle-Jungs. Die sind ja auch soooo nett und sehen sooo toll aus….
    Und tschüsssssss, see you later ;o)))

  10. OH ja, haben auch so einen richtigen Jäger und leider am Anfang nur Fehlinfos von versch. Trainern bekommen( ach der will zu euch zurück, und lass ihn laufen und versteck dich dann ) heute bekommen wir zu hören: oh der zieht ja und ist nicht ausgelastet oder lasst ihn doch mal am strand rennen.
    Spazierengehen zum entspannen geht nunmal nicht, ich muss auch heute noch alles vor ihm sehen( und das ist echt schwer) ohne Lein läuft er nur an 100% sicheren Plätzen und das ist nicht der Hundeauslauf mit 50 cm Zaun. 10000 Dank für den Artikel

    1. Da sagst du was, so ging es uns am Anfang leider auch. Viele Trainer hatten einfach keine Ahnung von wirklichem Jagdtrieb und waren überfordert. Andere haben das Handtuch geworfen, weil die Hunde „zu durchgeknallt“ waren.

  11. TOP! Allerdings sind da auch ganz massiv vermittelnde Stellen gefragt. Mein Terrier wurde mir als Anfängerhund vermittelt (ohne darauf hinzuweisen, dass sie in den Pflegestellen schon zwei Hühner und mehrere Nager gerissen hatte) und ich hatte keine Ahnung, dass Hunde jagen können…. bis sie mir in einer Sekunde der Unachtsamkeit die Leine aus der Hand riss und zwei Sekunden später ein Kaninchen vor die Füße warf, um sogleich ein zweites zu besorgen….. Seitdem arbeiten wir….mit Jägern, Hundetrainern, Büchern, Seminaren – machen Mantrailing und haben Dummyarbeit und ZOS gelernt….. und sie jagt doch. Also bleibt die Leine dran und die Schleppleine ist fester Bestandteil unseres Lebens. Und ja: sie IST lieb!!!!!!

    1. PS: unsere Trainingseinheiten belaufen sich auf 20 Minuten über den Tag verteilt – manchmal auch eine halbe Stunde. Ansonsten: nix werfen, keine Fang- und Hetzspiele und vieeeeeeeel Ruhe.

      1. Ohja, Ruhe, Ruhe und nochmal Ruhe – ganz wichtig. Viele machen leider den Fehler ihren Hund mit Hetzspielen auslasten zu wollen und sensibilisieren den Hund damit erstrecht auf Bewegungsreize. Leider etwas kontraproduktiv bei einem wirklich ambitionierten Hund.

    2. Ich finde es wirklich toll, wenn sich Leute wie ihr so auf ihren Hund einstellen, auch wenn man etwas ganz anderes bekommen hat als man erwartet hat. Was will Hund mehr? Und ja, auch an der Schleppleine kann ein Hund ein glückliches Leben führen :-)

  12. Mein Leben unterscheidet sich in 2 Bereiche: “damals mit Vitello“ und “dann kam Dexter“. Seufz

    1. haha :-)
      ich hatte nun noch nie einen Hund ohne Jagdtrieb, aber eigentlich habe ich mir immer gesagt, dass ich keinen Jagdhund mehr möchte. Und nun hab ich doch drei davon. Und ich liebe sie!

  13. Ja ….so einen Bretonen haben wir auch. Sein Jagdtrieb ist sehr sehr ausgeprägt. Glauben tut uns das auch keiner der ihn nicht draußen mal erlebt hat, denn im Haus ist er der ruhigste Bub.
    Sehr treffend geschrieben

    1. Man muss seine Energie ja sinnvoll nutzen – drinnen ruhen und draußen dann Vollgas ;-)

      1. Olivia
        Auch ich habe ein Bretonmix-Hündin, und dies als Ersthundehalterin! Leider habe ich mich zu wenig mit den Rasseneigenschaften befasst. Auch wurde ich nicht bei der Vermittlung durch das Tierheim darauf hingewiesen, welchen Power Amy hat. Auch wurde nicht gefragt ob ich Hundeerfahrung habe. Vor allem den Jagdtrieb ist sehr ausgeprägt. Anfangs bin ich sehr ans Limit gekommen. Mittlerweile kann ich sie einigermassen händeln, komme aber immer noch ab und zu ans Limit. Zuhause die liebste Hündin, die zusammen mit 3 Katzen lebt und diese sehr liebt und auch ableckt.
        Aber trotz allem, ich würde sie nie mehr weggeben, Aller Anfang war schwer, denn sie kommt aus dem Tierschutz. Es hat sich alles gelohnt, denn innerhalb eines Jahres hat sie enorme Fortschritte gemacht. Mein Amy-Mädchen.

  14. Sehr schön geschrieben.
    ABSOLUT realitätsnah, ehrlich, amüsant und mit Liebe zum Jagdhund geschrieben.
    So soll es sein!!
    Ich bin völlig bei Dir :-)
    LG Britta

    1. Danke liebe Britta, ich freue mich sehr, dass meine Worte so bei dir ankommen :-)

  15. Ein toller Artikel, Daumen hoch. Wir haben zwei KLM (13,5 und 11 Jahre). Wir sind selber keine Jäger , haben aber Pferde und unsere beiden Münstis sind immer und überall dabei. Und das IMMER ohne Leine, sei es bei Ausritten, oder auf Turniere. Da steckt aber auch ganz viel Arbeit im Vorfeld drin.
    Ich möchte damit nur sagen, dass wir scheinbar Ausnahmehunde haben, die beiden kamen noch nie auf die Idee, hinter irgendetwas hinterher zu jagen, worüber wir sehr glücklich sind. Wir würden uns immer wieder einen Jagdhund holen, was treueres gibt es nicht. LG Fred und Britt

    1. Das klingt richtig toll, da könnt ihr euch auf die Schulter klopfen :-)

  16. Hach, du sprichst mir aus der Seele! Wir haben eine Sabuesa, ein Jagdhund, ein MEUTEjagdhund!!
    Ich habe mich 7 Jahre auf einen Hund und vorallem auf einen Jagdhund vorbereitet da es mir ein magyar vizsla angetan hatte, doch dann kam alles anders…
    … Und dann kam Polly!
    Die war so ganz anders. Ängstlich, kein Interesse an Spielzeug, nicht an den leckersten Leckereien und wenn sie eine Spur hatte war ich ihr eher ein Klotz am Bein, eine Hundemeute wäre schon feiner gewesen!
    1,5 Jahre schleppleine, viel beziehungsarbeit, Auslastung und vorallem Kilometer lange geduldsfäden hat es gebraucht um sagen zu können: ja, sie ist ableinbar!
    Aber sicher wird es nie ein Hund mit dem ich gedankenschwelgend oder noch besser, wie wir Frauen das ja so gerne tun, schwätzend durch Wald und Feld maschiere. Kann ich mich nicht auf sie konzentrieren, bleibt sie angeleint! Punkt.
    Wenn mich Leute nach pollys Rasse fragen bin ich immer versucht ers zu verheimlichen oder sofort eine Belehrungsrede hinten an zu hängen, ich habe immer Angst dass solche Hunde unüberlegt angeschafft werden!
    Denn, sie ist ja soooo süß, und der Blick und ach Gottchen, diese Ohren….
    Jaja, diese Ohren, Faust dick hat sies hinter denen!
    Unser Galgo-Mix ist der volle Sichter, logisch, rassebedingt. Er kam später. Und was soll ich sagen!? Hach, ist der so easy

    1. Deinen Text kann ich zu 100% unterschreiben :-) ganz genau so geht es mir auch! Was waren die Bretonen am Anfang ignorant. Futter wurde mir angewidert vor die Füße gespuckt, an der Schleppleine halb der Arm ausgekugelt, ja hingelegt hat es mich auch schon. Ich habe Rotz und Wasser geheult, weil ich manchmal so verzweifelt war – aber was zählt sind die Erfolgsmomente und all das was unsere Hunde uns zurückgeben. Das ist unbezahlbar! Inzwischen laufen meine Hunde fast immer frei.
      Und wenn wir mal mit anderen gemeinsam spazieren gehen, mache ich das ähnlich wie du und sie müssen neben mir bleiben ;-) auch kein Beinbruch!

  17. Ein wahrer und toller Artikel. Ich habe vor 2,5 Jahren eine englischen Setter aus Spanien geholt. Ich kann ein Lied von seiner Erziehung singen. Vorher hatte ich 3 Dalmatiner, aber die waren im Vergleich harmlos und leicht erziehbar, obwohl sie auch aus Tierheimen kamen, keine Erziehung und sehr ausgeprägten Jagdtrieb hatten. So lieb wie mein Setter zu Hause ist, wenn er die Tür raus geht, explodiert er erst mal. Von Anfang an arbeite ich mit ihm und gehe regelmäßig mit ihm in die Hundeschule. In eingezäuntem Gelände ist er sehr gut abrufbar, geht mittlerweile (nach über 2 Jahre Arbeit) gut an der Leine, macht super beim Agility und bei der Unterordnung mit. Im Wald kann er nur an der Laufleine gehen, denn wenn sich was irgendwo bewegt, rast er sofort los und hört erst mal nicht mehr und ich will nicht, dass ihm was passiert. Er ist ein toller Hund und ich würde die Arbeit immer wieder auf mich nehmen.
    LG Uschi

    1. Ich kann dich gut verstehen, sie geben uns einfach so viel zurück! Und warte mal ab was die Zeit noch bringt :-) wenn man entspannt an die Sache heran geht und sich keinen Druck macht, geht vieles doch leichter von der Hand. Meine beiden Großen sind jetzt sechs Jahre alt und inzwischen haben wir einen Status erreicht, in dem sie wirklich zuverlässig und cool sind und zu 99% ohne Leine laufen. Hätte ich mir niemals träumen lassen. Viel Erfolg und Spaß euch weiterhin!

  18. Ich habe sehr geschmunzelt, habe ich doch eine Papillon Hündin an meiner Seite die einen sehr stark ausgeprägten Jagdtrieb hat und auch leider schon Erfolg dabei .. JA ein Kleinhund .. JA ein Spaniel LOL … sind sie auch noch so klein, sie sind keine Schoßhunde, wurden im FCi einfach falsch einklassifiziert und zeigen in Natura ein etwas anders Bild als oft beschrieben. ERfolg JA .. Fasan … 40 Sekunden bis er mit Kehlbiß geötet war .. LEIDER … ein einziges Mal …
    Sie lebt gut und glücklich an der Schlepp wenn wir zu mehreren unterwegs sind und frei wenn wir beide allein unterwegs sind.
    JA es ist anstrengend .. aber auch schön, zeigt es doch auch ein NORMAL VERHALTEN des Hundes

    Toller Artikel der hoffentlich doch den ein oder andere zum weiterdenken anregt

    1. Danke Britta! Tja es kommt erstens immer anders und zweitens als man denkt, nicht wahr? :-)
      Wichtig ist, dass man sich als Mensch damit arrangiert und da habt ihr ja offenbar einen guten Weg für euch beide gefunden.

  19. Ja, so können nur Bretonenhalter schreiben! Du triffst den Nagel auf den Kopf! Und den lieben Mitmenschen gegenüber, die meinen Hund ja so lieb und schön und toll finden und auch so einen haben wollen, übertreibe ich bewußt, wie viel Arbeit der Hund macht, damit sie nicht auf falsche Gedanken kommen. Ich finde es außerordentlich verantwortungsvoll, dass deutsche Züchter von Bretonen ihre Welpen ausschließlich an Jäger und Falkner abgeben, damit sie jagdlich geführt werden. Denn dafür sind die selektiert – und für nichts anderes.

    Bretonen sind die maximale Erfahrung mit dem Jagdtrieb von Hunden. Und sie sind so hinreißend! Schön, lieb, treu, anhänglich……. eigentlich zum Klauen. Ich wollte nie einen Hund mit Jagdtrieb haben. Nach 5 Jahren mit meinem Lambert will ich nie mehr einen anderen Hund haben. Ein Hund, der einfach so unangeleint neben mir herläuft, wäre mir zu langweilig. Ich habe sogar schon mal flüchtig daran gedacht, das „Grüne Abitur“, die Jägerprüfung nachzumachen, um meinem Hund geben zu können, wozu er geboren ist – den Gedanken allerdings nicht wirklich weiter verfolgt, da mir die Jagd, so wie sie bei uns üblicherweise ausgeführt wird, nicht zusagt.
    Mein kleiner bretonischer Vorstehhund, der mit allen Nachteilen einer nicht sonderlich pfleglichen Haltung in Spanien völlig verängstigt zu mir gekommen war, hat mir gezeigt, wie sehr das miteinander arbeiten Freude macht und sowohl Hund als auch Mensch tüchtig auslastet. Und was gibt es Schöneres, als nach einem tollen gemeinsamen Spaziergang mit intensiver gemeinsamer Beschäftigung müde und kaputt mit seinem Hund das Sofa zu teilen.

    Keine Kompromisse – kein anderes Bier – keine andere Hunderasse!

    1. … Du schreibst mir aus der Seele! Ich habe zwar keinen Bretonen, dafür einen zauberhaften Englischen Setter. Nach 3 Irish Settern dachte ich, dass ich alle Setter kenne – tja, ein Irrglaube. In Emil steckt wohl mindestens 80 % Bretonen-Blut ;-).
      Dennoch, oder gerade deswegen: ich liebe diesen Hund und würde ihn nie nie nie mehr abgeben.

      1. Die Schilderung finde ich sehr gut. Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass es noch viel extremer ist. Man muss sich u. U. darauf einstellen, den Hund nie ableinen zu können. Je nach Prägung wird der Jagdtrieb nicht umgelenkt werden können. Wenn man das weiß, nimmt man einen solchen Hund ohne Erwartungsdruck und freut sich an dem, was mit der Zeit möglich ist.

        1. Da sagst du was absolut richtiges! Ich selbst habe mir und meinen Hunden in der Anfangszeit sehr viel Druck gemacht. Ich wollte am liebsten alles perfekt haben und wurde immer verbissener. Irgendwann war ich an einem Punkt, an dem es so nicht weiter ging und seit ich meine Erwartungen zurück geschraubt habe, geht vieles sehr viel besser. Meine Hunde laufen heute überall frei und das ist mehr als ich mir hätte erträumen lassen. Aber wir haben uns letztendlich die Zeit genommen, die wir brauchten, ohne Stress und ohne Druck.

      2. Ja, jeder Hund ist anders und immer wieder für eine Überraschung gut. Aber so können wir als Menschen immer wieder etwas neues von ihnen lernen.

    2. Genau so ist es Michael! Wie oft habe ich schon gesagt „nie wieder ein Jagdhund“ – nun habe ich drei und ja, vermutlich wird es immer wieder ein Jagdhund sein. Sie sind einfach so besonders und faszinierend. Ich liebe die Arbeit mit ihnen, liebe es ihnen zuzusehen, bei dem was sie am besten können. Wirklich einzigartige Hunde.
      Ich denke viele sind über ihren Hund zum Jagdschein gekommen :-) für mich wäre es auch nichts, dennoch ist es mir wichtig meine Hunde „jagdnah“ auszulasten, sei es mit Fährtenarbeit, Dummy usw.
      Und wenn die triebigen Jagdschweinchen dann trotz aller Widrigkeiten ohne Leine entspannt neben einem herlaufen, hat das nochmal einen ganz anderen Stellenwert als bei einem anderen Hund.

  20. Kann ich alles so gut nachvollziehen mit einem Bracco…..
    Gut geschrieben.

    1. Danke Mick!

  21. Ich bin mit Hunden aufgewachsen, hatte immer Hunde…und ja, der ein oder andere ist auch mal einem Kaninchen hinterher oder hat eine Maus erlegt….seit 10 Jahren habe ich eine Beagle-Terrier Mix (aus dem Tierheim) OHNE jagdtrieb-seine einzige Leidenschaft ist die Mäusejagd, größeres Getier ignoriert er. Und vor einem halben Jahr kam Gismo, Straßenhund aus Griechenland. Keine Ahnung, was da alles drin ist, vielleicht Bretone?! :-) Mein Tierarzt meint, auf jeden Fall auch ein Laufhund. Er liebt es zu rennen. Seitdem ist es vorbei mit gemütlichen Spaziergängen. Sein Jagdtrieb ist extrem ausgeprägt. Nachdem er im Wald ein Reh aufgespürt und hinterhergehetzt ist, lasse ich ihn im Wald an der Schleppleine. kam zwar nach ca. 10 min. wieder (freudig), aber ich hatte Todesangst um meinen Hund und will das nicht wieder erleben. Seitdem lasse ich ihn ‚kontrolliert‘ rennen, denn das braucht er wirklich. Über Tips, wie ich einen solchen Hund auslaste, würde ich mich freuen. Und ja, das ist wirklich anstrengend! Aber er ist sonst sooo ein Schatz, den ich nie wieder hergeben würde.

    1. Ich finde das auch ganz furchtbar, wenn die Leute ihre Hunde laufen lassen und es einfach hinnehmen, wenn sie öfter mal Jagdausflüge machen. Da würde ich genauso handeln wie du, sicher ist sicher! Aber warte mal, was die Zeit bringt – entspannte Spaziergänge mit Jagdhunden sind möglich :-)

  22. Wow da habe ich wohl echt glück mit meiner bretonin. Wir habfn sie aus der tötungsdtation in spanien gehorchte von anfang an hat aber absolut kein bedürfnis zu jagen weswegen sie wohl in der tötung elandet ist.

    1. Da hast du aber ein Ausnahmeexemplar :-) aber wie bereits geschrieben…angeblich gibt es sie, die Jagdhunde ohne Jagdtrieb. Mir selbst ist bloß noch keine begegnet.

  23. schlimmer geht immer. gegen einen deutschen jagdterrier ist alles andere leichtführig. wir hatten bretonen, podencos, spaniels in allen mischungen–aber paula ist eine jagdsau. mit den anderen konnte man arbeiten. mit paula nicht. selbst eine jägerin und jagdhundetrainerin hat nach drei stunden das handtuch geschmissen. aber sie wirklich niedlich, sieht aus wie struppi, liebt menschen, auch kleine, kuschelt gerne. nur sobald die tür aufgeht ist’s vorbei mit der herrlichkeit. egal, so bleib ich wenigstens fiit.

    1. Meine Hunde haben damals auch schon einige Trainer verschlissen, die nicht weiter gekommen sind. Die sagten diese Hunde seien einfach zu extrem, ich solle mich lieber damit anfreunden, dass man sie nie ableinen können würde. Selbst meine kleine Mix-Hündin hatte schon Hasen gerissen. Insofern – es gibt immer solche und solche, egal welche Rasse. Wichtig ist, dass man sich als Mensch darauf einlässt und sich auch ein bisschen damit abfindet, dass es Grenzen der Trainierbarkeit gibt und man hier und da vielleicht Abstriche machen muss, was den Freilauf angeht. Die Zeit ist in jedem Fall auf unserer Seite ;-)

  24. Brandt Gabriele sagt: Antworten

    Guter Beitrag richtig geschrieben, ich habe seit 5 Jahren eine Hündin von Spanien starker Jagtrieb, bleibt auch an der Leine sowie mein alter Podenco den ich seit 4 Monaten dazu genommen habe leiden an leine Pflicht

  25. Stimmt so, nur die „Bulldogge“ ist offensichtlich keine sondern mit Beagle gemischt> also wohl ganz sicher mit Jagdtrieb zu rechnen…

    1. Hallo Verena,
      die Bulldogge sollte nur als Beispiel dienen und war aus der Luft gegriffen. Ich selbst habe weder eine Bulldogge, noch einen Beagle (noch eine Mischung aus beidem) und sprach bei dem Beispiel allgemein und nicht über meine eigenen Hunde ;-)
      Liebe Grüße, Cosi

      1. Ok, das Bild von dem schwarzen Puggle ist an der Stelle irreführend
        Lg
        Verena

        1. Dein Kommentar ist hier sehr irreführend, denn auf den Bildern ist nirgendwo ein Puggle.

          1. Und? Ist da auch kein Mops-Spaniel?

          2. Liebe Verena, es tut mir leid, dass meine Bilder dich so aus dem Konzept gebracht haben. Diese dienen lediglich der „Aufhübschung“ des Artikels und haben nicht zwangsläufig einen direkten Bezug zu den umgebenden Zeilen.
            Um in diesem Hinblick dennoch auf deine Anmerkung einzugehen – ja, auch bei diesem Hund habe ich mit einem Jagdtrieb gerechnet, wohl aber mit keinem so extrem stark ausgeprägten. Und darum ging es mir in dem Artikel ja – die Leute etwas zu sensibilisieren, denn nicht jeder hat einen solchen Spaß an der Arbeit mit jagdlich ambitionierten Hunden wie ich und viele andere es haben. Und darüber sollte man sich Gedanken machen, wenn man sich eine Rasse ins Haus holt, die höchstwahrscheinlich eine Portion Jagdtrieb mitbringt.

        2. Oder besser dem Mops-spaniel

  26. Toller Artikel der mir aus der Seele spricht! Hunde sind immer Jäger.. aber der Unterschied kann Welten auseinander liegen.
    Wir haben eine 1,5 jährige FoxJagdterrier Hündin aus Mitleid (aber mit dem Bewusstsein was auf uns zu kommt!!) aufgenommen. Wir sind die 5. Besitzer und wahrscheinlich die ersten Hundeführer. Kein Gehorsam, keine Erziehung und nichts kennen gelernt, geschweigedenn ausgelastet. Bezug zu Menschen eher fehlanzeige. Sie ist 1 1/4 Jahr bei uns hat ihre Ruhe gefunden, lässt sich prima im Agility führen und hat da ihre Passion gefunden. Mit Autos und größeren Gefährten haben wir noch etwas Probleme.. aber kein Vergleich zu vorher. Sie ist abrufbar und weiß genau was sie darf und nicht darf.. ABER für einen waschechten Jagdhund gibt es im Zweifel immet etwas interessanteres als den Menschen. Wir sind immer angeleint unterwes.. und man kann nicht sagen das sie dabei unzufrieden ist.
    Sie ist ein toller umgänglicher Hund geworden, das überaus gestresste Tierchen mit einer ganzen Reihe an Übersprungshandlungen ist endlich im Leben angekommen.
    Fertig sind wir noch lange nicht, ob wir noch mal einen ‚gebrauchten‘ Terrier ohne Kinderstube nehmen würden.. auf den ersten Gedanken… niemals. Das unsere Wilma nie wieder ihr zu Hause wechseln muss war aber noch vor Anschaffung klar. Das hätte sie nicht mehr weggesteckt.

    Hut ab für alle die eine solche Aufgabe aufnehmen, aber auch für alle die im Vorfeld einen anderen Hund aussuchen dem sie gerecht werden (können). :)

    1. Toll, dass ihr der Maus eine Chance gegeben habt und offensichtlich zu einem Team geworden seid! Diese Hunde haben das sowas von verdient, man muss einfach wissen damit umzugehen.

  27. Jo… genau so ist es. Ich habe nach fast 3,5 Jahren meine gnadenlose Jägerin im Griff und kann sie vom Jagen abhalten. Sie ist sowohl Sichtjägerin als auch „Spurjägerin“. Auch ich hatte vorher Erfahrung mit einem kleinen Münsterländer. Diese Hündin war bzw. ist ein ganz anderes Kaliber (Segugio italiano / Beagle-Mix). Vielen ist nicht bewußt, daß nicht Jagdhund gleich Jagdhund ist. Vielen ist nicht bewußt, daß „jagen“ nichts mit „schlecht erzogen“ (wie Leinenprollen, betteln, etc.) zu tun hat. Sondern „Jagen“ ist ein Trieb. Ich habe vieles ausprobiert und viele Horror Momente erleben müssen. Meine Erfahrung hat gezeigt, daß „Standard“ Hundeschulen von Jagdhunden überhaupt keine Ahnung haben. Von „dann darf dein Hund nur noch an der Leine gehen “ bishin zu „find dich damit ab“ war alles dabei. Bei jedem Hund ist die „Konsequenz“ das a & o und bei einem Jagdhund absolut unverzichtbar.

  28. Hallo habe einen anderthalb Jahren redriver-mix (redriver seid 15 Jahren) und habe einen Pointer-mix mir 3 Monaten dazugekommen (ist jetzt 10Monate alt) es ist Soooooooo ein Unterschied. Kann also gute Tipps gebrauchen

  29. Mit einem Vertreter bestimmter Windhundrassen wird die unentspannte „Anfangszeit“ unter Umständen ein Hundeleben lang andauern.

    DAS sollten sich alle potenziellen Wundhundmenschen klar machen.
    Vor allem jene, die in die „Tierschutz-Falle“ tappen und noch völlig unbedarft einen „sooooo“ armen braven Galgo oder Greyhound aus Spanien oder von der Rennbahn „retten“.

    Möglicherweise geht man ein Hundeleben lang als lebendiger Horizonte-Scanner mit seinem windigen Gefährten… und bei einer Sprungkraft, die den Windhund quasi von „Null auf Hundert“ bringt, ist eine Schleppleine oder gar noch eine Flexi keine gute Option.

    1. Entweder man liebt ihre Art, oder man läßt die Finger davon.
      Leider kommen viele durch den Tierschutz zu einem Windhund wie die Jungfrau zum Kinde. Natürlich braucht der Windhund ein Gelände, wo er auch frei laufen kann, oder eben die Rennbahn. Aber die einzelnen Rassen sind sehr unterschiedlich, was den Hetztrieb betrifft.

  30. Ich muss jetzt auch mal was schreiben, ich fühle mich jedes mal ganz mies, wenn irgendwelche Jäger sich darüber auslassen, dass Jagdhunde nicht in Nichtjägerhände gehören: Ich bin auch ganz blauäugig an einen Jagdhund (DD) geraten. Natürlich nicht jagdtauglich und aus dritter Hand, aber mit erstklassiger Jagdleidenschaft. Sie bringt mich manchmal zur Verzweiflung, aber sollte sie deshalb besser tot sein?
    Ihr ‚Ausbilder‘ wollte sie erschießen, weil sie seiner Meinung nach nichts taugt.
    Meiner Meinung nach wäre sie bei einem etwas einfühlsameren Jäger auch ein guter Jagdhund geworden; der Erstbesitzer hat sie mit der Leine geschlagen oder sonst wie bestraft, wenn sie nicht so funktioniert hat, wie er das wollte. Wenn der mir über den Weg laufen würde …
    Mittlerweile macht Apportieren ihr wieder Freude, wir machen Mantrailing, gehen gemeinsam laufen und fangen mit Dummy-Arbeit an. Ich habe auch die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass in ein bis zwei Jahren entspannte Spaziergänge im Wald möglich sind (sie ist gerade 4 geworden).

  31. Mein Reitlehrer hat mal gesagt: „Egal ob Kind, Hund oder Pferd, die Grundlagen der Erziehung sind immer die selben.“ Meine Erfahrungen geben ihm Recht. Mein erster eigener Hund, Zorro, ist ein Mix aus 75% Jagdterrier und 25% Bordercollie. Er war ca 8 Wochen als ich ihn bekommen hab. Jagdtrieb kenne ich!!! Zum Glück hatte mein Lebensgefährte einen Mix aus Goldenretriever und Kanadischem Wolfshund. Alfred war ein Alfa-Rüde und ausgesprochener Hütehund und hat alle kleinen Tiere beschützt die er finden konnte. Er hat Zorro sofort durchschaut und bei seiner Erziehung mitgewirkt. Es hat 5 Jahre gedauert bis ich Zorro mit gutem Gewissen ableinen konnte. Aber abrufen lässt er sich nur bis zu einem Radius von ca. 300 m, deshalb lasse ich ihn nie aus den Augen wenn wir unterwegs sind. Kleine Kinder wird auch keiner aus den Augen lassen. Ich denke es geht immer darum einen Rahmen festzulegen in dem sich er, sie, es ungefährdet frei bewegen kann. Diesen Rahmen muss man dann dem jeweiligen Entwicklungsstand anpassen. Wichtig ist nur die absolut konsequente Einhaltung der aufgestellten Regeln. Das Ziel ist am Ende möglichst viel „Freiheit auf Ehrenwort“. Seit einem halben Jahr haben wir nun Theo, einen 3 Jahre alten Griffon-Basset. Sein Jagdtrieb schien nicht besonders ausgeprägt bis wir ein Paar Laufenten geschenkt bekamen. Theo hat sich in seinem Jagdeifer fast überschlagen. Vorher haben Katzen, Hühner und Pferde kein besonderes Interesse geweckt.

    Wir werden daran arbeiten bis ich ihn kenne wie eine gute Mutter ihr Kind kennt und er bleibt an der Leine bis ich das Gefühl habe seinen Rahmen Schritt für Schritt vergrößern zu können. Nur Kinder werden irgendwann erwachsen, Hunde und Pferde nie. Deshalb würde ich mein freilaufendes Tier niemals aus den Augen lassen.

  32. Toller Betrag ich hoffe di kannst mit deinem Blog den Leuten mal die Augen für Jagdhunde öffnen! Ich hab jah selbst so eine Jägerin daheim (ehem. Straßenhund, wahrscheinlich Malinois-Greyhound-Mix) Im Winter konnten wir wieder leinenfrei spazieren gehen, jetzt im Frühling geht die Kleine auch wieder an der Schleppleine und den Abruf kann man ihr praktisch nochmal von vorne beibringen. Aber ich finde das ständige Arbeiten mit den Problemen von seinem Hund macht den Spaß er st richtig aus, natürlich ärgert man sich mal wenn etwas nicht klappt, aber man freut sich dann umso mehr wenn dann alles so klappt wie man will und der Hund wieder ein kleines Stück mehr Freiheit genießen kann! Aber der Weg dahin ist lang und, dass sollten Leute die sich endlich mal merken!

  33. Wie handhabt man denn einen Hund mit viel Jagdtrieb? Wie wird man interessanter als Wild? Was funktioniert? Abruftraining an der Schleppleine?

    1. Hallo Alexander!
      Das zu erklären würde hier den Rahmen sprengen, ich werde aber gern versuchen in Zukunft hier auf dem Blog weiterführend darauf einzugehen.
      Ziel sollte meiner Meinung nach nicht sein, dass man selbst interessanter als Wild wird – denn das ist bei einem wirklich ambitionierten Jäger völlig illusorisch. Vielmehr gilt es an den gemeinsamen Grundlagen, der Beziehung und einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Mensch und Hund zu arbeiten.
      Gerade mit jagdlich ambitionierten Hunden gehört sehr viel mehr dazu als einfach mal intensiv den Abruf zu üben oder mit Schleppleine spazieren zu gehen :-)
      Liebe Grüße, Cosima

  34. Liebe Maya!
    Du spricht mir in deinem Artikel aus der Seele!
    Bestückt mit gleich 3 Settern aus Arbeitslinien, die aus spanischen Tierheimen stammen, bin ich seit einigen Jahren immer wieder am verzweifeln.
    Man beginnt einfach an sich selbst zu zweifeln, weil einen niemand wirklich versteht. Hilfe ist nicht wirklich in Sicht, dafür massenhaft Kritik und „gutgemeinte“ Ratschläge ( z.B. Klickertraning )
    Ich habe für mich jetzt eine Linie gefunden wie meine Vogel-Athleten genügend Auslastung und Auslauf bekommen, bin aber sehr gespannt auf deine Herangehensweise.
    Vor allem stellt sich mir die Frage: wie weiss ich denn, dass sie tatsächlich genug ausgelastet sind? müde werden die ja nicht ….

    1. Hallo Susanna, ich habe über drei Jahre gebraucht, um zu begreifen, dass mein Bretone Lambert eine absolut arbeitswütige Sau ist – also die Nase immer an der Erde hat. Und wenn eine Spur interessant genug ist, schaltet er ansatzlos alle – ich wiederhole – alle seine übrigen Sinne aus und konzentriert sich nur auf seine Nase. Im Ohr geht das Hämmerchen nicht mehr auf den Amboss, er ist einfach taub und auch seine Augen funktionieren nicht mehr. Er ist dann völlig weg. Ich weiß daher jetzt auch, warum Jäger in der Jagdhundeausbildung so gerne Strom einsetzen. Es ist eine einfache Möglichkeit, den Hund auch auf Entfernung hin zu beeinflussen. Ich will meinem Hund aber keine Schmerzen zufügen. Ich bin ja froh, dass er seine schlechten Erfahrungen aus seinem früheren Dahinvegetieren in einem dunklen Verschlag in den spanischen Pyrenäen hinter sich lassen konnte und gegen eine fast übernatürliche Bindung zu mir eingetauscht hat.
      Fazit: Seine Genetik als Ergebnis menschlicher Zucht und Selektion kann er nicht überwinden. Deshalb beträgt sein Aktionsradius in Feld und Wald die Schleppleinenlänge von 15 m. Und nach 2 Stunden Spaziergang ist vollkommen ausgepowert von seiner Nasenarbeit und schläft in seinem Korb platt wie ein Abziehbildchen. Ich habe gelernt, damit zu leben, meinen Hund zu seiner eigenen Sicherheit und der Sicherheit anderer im freine Gelände nicht ableinen zu können. Und meine Hundetrainerin, die selbst eine Deutsch-Drahthaar-Hündin aus dem Tierschutz hat und sehr Jagdhund-affin ist, bestätigt auch stets, wie zufrieden und ausgelastet unsere Hund sind. Es muss also nicht immer der Freigang sein, damit ein Hund ein artgerechtes Leben führen kann.

      1. Hallo Michael!
        Nach 2 Stunden im Wald müde? Nur wenn es draussen 30` Grad hat, dann vielleicht. Ansonsten können meine bis zu 5 Stunden locker …
        Da ich einen grossen Garten habe, benutze ich den natürlich für Suchspielchen, Apportieren und ganz wenig Agility. Vor allem halten sich dort die Reize in Grenzen, aber auch überfliegende Greifvögel oder Amseln werden bellend gejagt, Nachbars Katzen stundenlang beobachtet usw.
        Also versuche ich ihnen klar zu machen, dass der Garten der Ort ist wo es Action gibt, wo man auch einmal wild toben darf und wo die tollen Sachen passieren. Draussen auf dem Feld müssen wir diszipliniert gehen und zwischendurch dürfen sie einmal ein paar Runden über die Feldern drehen, wenn sonst niemand da ist, der mich sonst deswegen anzeigen könnte. Im Augenblick fahre ich so eine Art Kompromiss-Schiene, einerseits dem Hund Disziplin bei zu bringen, andererseits seine genetische Veranlagung zumindest teilweise ausleben zu dürfen.
        Hundetrainer, der meine Hunde versteht, konnte ich nicht finden, nicht einmal im Rasse-Klub, wo wir die Hundeschule besuchen. Da liegen die anderen Hunde wie Schlaftabeltten im Platz herum, die zappeligen Junghunde spielen höchstens ein wenig, während mein Rüde schon die Nase in der Luft hat und die Rehe 200m weiter wittert …

  35. Herzlichen Dank für den sehr unterhaltsamen Artikel, man kann die Leidenschaft beim Lesen richtig fühlen. „Zum Glück“ haben wir nur einen langhaarigen Whippetrüden, der ein reiner Sichtjäger ist. Er läuft wenn immer möglich frei und ist bei richtiger Aufsicht abrufbar. Sehr gut hat mir die Artikelpasssage mit den „…sind ja wirklich so lieb! Und hübsch! Und ja, die Größe ist ja außerdem total angenehm.“ gefallen. Kenne ich zu genüge und stimmt auch, das Leben mit einem Windhund ist sehr angenehm. Trotzdem verkennen viele, dass er auch Seiten besitzt, die heutzutage nicht gerne gesehen sind. Jagdtrieb ist da eine. Es hat uns einige Nerven und Arbeit gekostet mit einem Hetzjäger entspannt durch die Flur zu spazieren, Ja , und richtig, man wird zum Horizontscanner wie hier jemand so trefflich schrieb. Denn die Reaktionszeiten eines Hetzjägers der auf Sprintfähigkeit selektiert wurde sind wirklich beeindruckend. Aber das wussten wir ja vorher :-), … wir haben ja Bücher gelesen … ;-)

  36. Erstmal finde ich deinen Blog super unterhaltsam. Deine Art zu schreiben ist echt erfrischend. Mancher Hundeblogger verfällt eifnach in so einen gefälligen Heititei-Ton… das macht das Lesen einfach nicht so attraktiv, aber bei dir werde ich ab jetzt regelmäßig reinschauen!
    Auch super informativ, auch als nicht Jagd-Hund-Besitzer, zu wissen wie sich Reaktionszeiten abspielen. Aber es zeigt mir auch, dass egal wie attraktiv Jagdhunde vom Aussehen sind, es für mich einfach keine Option wäre. Auch dazu sind solche Artikel, denk ich wichtig, um zu zeigen, was für ein Aufwand dahinter steckt.
    Wir haben uns damals genau für die Züchterin entschieden, weil ihre Pinscher weder im Feld noch im Garten irgendwelche jagdlichen Ambitionen zeigten (dafür ist der Rüde sehr territorial, was er an unseren auf jeden fall vererbt hat). Aber damit wurde offen umgegangen und wir konnten uns eher auf solche Problematiken einstellen.
    Ich denke es liegt auf an Vermittlungsstellen, aber auch an Züchtern, dass hochtriebige Rassen wie der Weimeraner oder der Viszla als easy peasy Familienhunde verkauft oder Podencos als tolle Anfängerhunde in ahnungslose Hände vermittelt werden.
    Als Kind vom Land bin ich mit Dackeln und Deutsch Drahthaaren aufgewachsen, die absolute Gebrauchshunde mit jagdlicher Führung und Leben im Zwinger gewohnt waren. Darum war es für mich klar, so einer Rasse niemals gerecht werden zu können. Toll, dass du dich trotzdem so einer großen Herausforderung gestellt hast und du durch dein Rudel hier deine Erfolgsgeschichten erzählst. :)
    Viele Grüße aus Hamburg,

    Tino und Marit

  37. Danke für diesen informativen und unterhaltsamen Blog.
    Meine Frau und ich sind Ersthundebesitzer und haben einen 10 Monate alten Eurasier (Milow). Von dieser Rasse heißt es dass sie keinen ausgeprägten Jagdtrieb hat. Nun bei uns auf den Feldern leben Rehe die im Sommer im Wald verschwinden und eben nur im Winter auf den Feldern sind. Bis jetzt haben Milow diese Rehe kaum interessiert, er ist eher ein großer Schnüffler und ist hinter den Mäusen her. Ich bin mit ihm immer mit der 10-Meter Leine unterwegs und die habe ich schon ab und zu frei schleifen lassen. Vorige Woche waren wir wieder unterwegs und die Rehe waren auch wieder da, ich hatte ihn an der Leine, ja und dann passierte es. Er beschleunigte so scharf in Richtung der Rehe, dass es mir die Leine aus der Hand fetzte und er war wie ein Blitz unterwegs. Die Rehe rannten auch los und so ging die wilde Jagd über die Felder, über eine Straße in Richtung Wald. Ich habe ihn dann mit der Hilfe eines zufällig vorbei kommenden Hundebesitzers nach einer halben Stunde gemütlich auf auf einem Feld vor dem Wald liegend gefunden. Er machte auf mich den Eindruck dass es ihm einen herrlichen Spaß bereitet hatte.
    Ich war völlig überrascht von der Explosivität mit der er auf einmal davon fetzte, und mir war natürlich auch klar, dass ich im Laufe der Zeit die Leine etwas nachlässig in der Hand hatte.
    Jedenfalls passiert mir das Losreißen nicht mehr so schnell und frei laufen mit schleifender Leine geht natürlich in nächster Zeit auch nicht.
    Anscheinend legt sich da mit einem gewissen Alter in der Pubertät im Hirn ein Schalter um, der den Jagdtrieb einschaltet, weil jetzt würde er einem Vogelschwarm auch nachlaufen. Ich bin neugierig ob diese Phase irgendwann wieder endet, oder ob er nach seiner Mutter und seiner Tante geht, die angeblich beide große Jägerinnen sind.
    Liebe Grüße,
    Erwin

  38. Danke, danke kann ich wieder nur sagen. Ich rede mir bei meinen Kunden den Mund auch manchmal fusselig. Da erkläre ich jemanden 2h lang, bitte erst mal Respekt erarbeiten, Leinenführigkeit usw. im 1m Bereich. Nach der ganzen Arbeit sagt die Gute zu mir „Können wir nicht doch Leckerlies nehmen…“ „Der arme Hund muss doch rennen… Ich bin fast zusammengebrochen. Der Arm der Frau war schon fast ausgekugelt, aber der „arme Hund“. Was will man da noch machen.

  39. Danke für den guten Artikel. Meine Podenco-Mix-Hündin hat letzte Woche ihr erstes Kaninchen gefangen. Nicht getötet, zum Glück, „nur“ gehetzt (mit beeindruckendem Spurlaut und allen Haken folgend!), in die Enge getrieben und mit der Pfote festgehalten. Und ein wenig ins Fell gezwickt. Sie ließ sich problemlos von dem armen Karnickel abpflücken, das dann davon hoppelte und hoffentlich nicht später noch am Schock eingegangen ist. Da hat sich aus einem scheuen kleinen Hündchen (kniehoch, 9 kg) eine beeindruckende Jägerin entwickelt. Sie wird im Herbst 2, ist seit gut 9 Monaten bei mir. Und ja, ich dachte, ich weiß, was Jagdtrieb ist. Wußte ich nicht.

    Rückruf klappt an sich gut, sie ist auch sonst sehr bemüht, ein guter Hund zu sein. Und ja, ich spiele Wurfspiele mit ihr. Habe den Eindruck, daß dies spielerisch den Rückruf fördert, weil sie so stolz ist, das Spielzeug zu fangen und zurück zu tragen, um es dann erneut zu verfolgen. Wir üben aber auch „trocken“ Rückruf, auch unter Ablenkung, und Abbruchsignale. Zum Glück gibt es tatsächlich in der Nähe eine kaninchenfreie große Hundewiese, auf der sie frei laufen kann. Feld und Wald traue ich mich im Moment nicht, da bleibt sie bis auf weiteres an der langen Schleppleine (10m)

Schreibe einen Kommentar