Auf unbekannten Wegen

Unbekannte Wege sind super. Da gibt’s immer so viel zu entdecken, dass wir kaum hinterherkommen und echt Gas geben müssen um auch wirklich nichts zu verpassen. Wenn die unbekannten Wege dann noch mit viel Wild und frischen Spuren einhergehen, ist das natürlich umso besser. Weiterer Pluspunkt: das Frauchen muss ziemlich auf Zack sein und plumpst nachher müde und zufrieden in ihr Körbchen. Oder so ähnlich. Jedenfalls ist sie garantiert super ausgelastet.

Die Viernheimer Heide spukte dem Frauchen schon eine ganze Weile im Kopf herum, in erster Linie aber, weil es dort tolle lange Sandwege gibt, die ihr kleines Reiterherz höher schlagen lassen. Da der Weg dorthin mit dem Pferd aber etwas länger ist und unter anderem eine Autobahnüberquerung mit sich bringt, wollte sie sich vorher gern mal ein Bild machen. So sind wir also zusammen – ohne Pferd, dafür mit Auto – hingefahren. Und klar, die Viernheimer Heide, ein ehemaliges Truppenübungsgelände, war genau nach unserem Geschmack. Umgeben von Wald wie wir ihn kennen [Bäume und so], fand sich in der Mitte ein breites Gebiet aus Sand, vereinzelten Bäumen und tiefen Sträuchern, gespickt mit frischen Wildspuren, diversen Hinterlassenschaften und dem ein oder anderen Tierchen. Also alles, was das Jagdhundherz begehrt :-)

Überrascht von dunklen Wolken und Regen.

Kaum waren wir losgelaufen – das Frauchen bis auf die Zähne bewaffnet mit Kamera, Dummy und anderem Krams – wurde unsere anfängliche Euphorie erstmal auf Null gebremst. Es fing wie aus dem Nichts an zu regnen und davon nicht zu wenig. Würde uns ja generell nicht stören, die Kamera aber wohl schon. Kurz überlegte das Frauchen zurück zum Auto zu laufen um das geliebte Stück in Sicherheit zu bringen, schaffte es dann aber doch nach zehnminütigem Rumgewurschtel das Teil irgendwie sicher unter ihrer Jacke zu verstecken [ja, so eine Kamera mit Tele und Akku-Griff braucht doch ein wenig Platz].

Es konnte also endlich losgehen und wir starteten unsere Abenteuertour durch das neue Gebiet. Wider Erwarten [unverschämt vom Frauchen sowas zu sagen!] waren wir alle sehr brav, haben friedlich geschnuffelt und haben pariert, wenn das Frauchen uns heran kommandiert hat. Hihi, auf einem Truppenübungsplatz herrscht nämlich ein anderer Wind! Zwischendurch war natürlich auch ein bisschen Training angesagt, schliesslich wollte das Frauchen den 500g-Dummy nicht umsonst geschleppt haben.

Na und zum Schluss kam natürlich auch die Sonne wieder raus. Ich würde sagen…wir kommen wieder!

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