Wie in alten Zeiten

Nachdem Frauchen mir versprochen hatte, dass es sicher erst wieder anfängt zu regnen, wenn wir unsere Gassi-Runde beendet haben, ließ ich mich nach langem Hin und Her doch überzeugen sie und den Bretone nach draußen zu begleiten. Irgendwie hat’s halt auch ein bisschen gedrückt und was will hund machen. Meine Idee mit der Teppich-Toilette fand Frauchen schon damals doof. Dabei dachte ich es sei ganz praktisch, wenn wir unser Geschäft eben auch mal drinnen erledigen können und empfand den Flausch-Teppich aufgrund seiner Gras-ähnlichen Eigenschaften als idealen Wiesenersatz. Frauli jedenfalls fand diese Idee nicht ganz so revolutionär wie ich. Naja, wie dem auch sei, es ging also raus. Alles nass *bäh*, aber nun gab’s kein Zurück mehr.

Wir liefen nur eine kleine Runde und machten Stop auf einer Wiese. Keine von denen, die zehn Meter hoch sind, denn die sind ja zu nix zu gebrauchen. Besagte Wiese ist für uns eigentlich nicht besonders attraktiv, da nebendran ein Spielplatz ist und auch die Wiese selbst meist gut besucht ist, aber bei dem Wetter geht ja kein normaler Mensch vor die Tür. Somit hatten wir das Stück Grün (fast) ganz für uns alleine und Frauchen konnte den Longierkreis aufbauen. Longieren.. was war das gleich? Ja, lange ist’s her, aber das ist wie Fahrrad-Fahren, sagt Frauchen. Ich hab zwar keine Idee was das Longieren mit dem Drahtesel zu tun hat, aber jedenfalls hat alles ganz prima geklappt und das obwohl der Kreis nur mit einer gehörigen Portion Fantasie existierte. Von wegen aufbauen und so, da war gar kein Kreis *pah* Aber gelernt ist gelernt und so haben wir ganz toll mitgemacht, selbst als hinter mir Zweibeiner kamen und mit ihren Hunden Frisbee spielten. Da ich ja eigentlich extrem auf Bewegungsreize reagiere, war Frauchen besonders stolz, dass ich nicht einmal abdüsen wollte.





Nach dem Longieren haben wir mal den Triebabbruch aufgefrischt. Bei mir sitzt das bombenfest. Beim Kito dagegen lief das ja schon immer ein wenig holprig, da er von Frauchen’s „DOWN“ so beeindruckt war, dass er sich entschied bei der Übung lieber eine passive Rolle zu übernehmen und gar nichts mehr zu machen. So kam es dann auch, dass der Bretone erstmal pausieren durfte und wir das ganze schließlich eine ganze Weile gar nicht mehr geübt haben. Zumindest nicht offiziell. Da der Kito aber heute wie selbstverständlich ratz-fatz ins Down geplumpst ist als Frauchen brüllte, gehe ich davon aus, dass er heimlich geübt hat. Zum Abschluss wurde noch ein bisschen Fuß laufen mit besonderer Verlockung (dazu bald mehr…) geübt und dann ging es endlich heimwärts. Zum Glück sind wir trocken geblieben, sonst hätte ich Frauchen den restlichen Tag komplett ignoriert. Oder zumindest eine Stunde. Zwei Minuten…

4 Kommentare

  1. Ich kann verstehen, dass Du bei dem Wetter nicht gerne raus wolltest – aber eine Indoor-Toilette ist keine Lösung ;)
    Eure Videos vom Longieren sind wirklich toll – Du hast Dich nicht ablenken lassen. Super Leistung.

    Dein letzter Satz hat mir den Tag heute versüßt – „..zumindest eine Stunde. Zwei Minuten ..“! Ganz genau so ist es – aber auch umgedreht :)

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Laika

  2. …so toll!
    die Wiese nur für euch zum arbeiten!
    …frauchen hat sich gerade ein buch zum thema longieren gekauft…
    ob sie das jemals mit mir macht?
    grüss euch lieb

  3. Kito, beim Longieren….schien ja erst schwierig und klappt nun so wunderbar….ich bin verliebt in diesen Bretonenmix!

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