Mein Kreis, dein Kreis, unser Kreis

Wie Frauchen euch schon an anderer Stelle geflüstert hat, haben wir neulich beim Longieren ein kleines Experiment gewagt. Heute haben wir das Ganze dann wiederholt und auch wenn es immernoch keine bewegten Bilder davon gibt, so bekommt ihr nun immerhin ein paar Fotos. Wir versuchen ja immer mal wieder ein bisschen frischen Wind in unser Training zu bringen und nachdem neulich mal wieder ein paar Hopser am Kreis standen, hatte Frauchen dann die Idee uns beide einfach zusammen zu longieren. Schließlich teilen wir ja auch sonst alles, wieso also nicht den Kreis?

Wider Frauchen’s Erwarten (die olle Skeptikerin) hat das Ganze sogar recht gut geklappt. Einer von uns muss absitzen oder liegen, während der andere um den Kreis läuft, Tempo- und Richtungswechsel und Distanzkontrollen macht. Natürlich darf nur der laufen, dessen Name vorher gefallen ist, das heißt von uns ist die ultimative Konzentration gefragt! Dann ist irgendwann der andere an der Reihe oder auch mal beide zusammen. Mit Richtungswechsel, Sitz & Co hat das sogar ein bisschen was von Ballet. Mal eine andere Art des „Dogdance“ ;-) Bei nächster Gelegenheit werdet ihr sicher noch ein Video bekommen!

Nach dem Longieren war zum Auflockern noch ne Runde Dummy angesagt. Damit wir richtig suchen müssen, hat Frauchen das Ding ganz weit ins Feld geworfen und einen Moment gewartet, damit wir uns nicht merken wo er liegt. Wäre ja viel zu einfach für Profis wie uns. Im Wechsel durften wir dann noch ein paar Runden suchen und apportieren und dann ging es auf den Rückweg, da durften wir ein wenig Freizeit genießen und die Welt entdecken.

Was bin ich froh, dass die Sonne sich heute durchgesetzt hat. Endlich mal wieder ein paar warme Strahlen auf meinem Pelz. Das dachten sich auch die Häschen, die überall im Acker saßen und sich nen faulen Lenz machten. Ahnungslos liefen wir unseres Weges, die Leinen schleppend, mit unserem wachsamen Frauchen hinter uns, die stets die Felder scannte. Tja, aber Mutter Natur hat die lieben Hasen mit einer super Tarnung gesegnet und so hat unser ohnehin etwas blindes Frauchen die Langohren im Braun der Felder nicht entdeckt. Erst als sie sich durch die herannahenden, gefährlich anmutenden Jagdhunde (UNS) beim Sonnenbad gestört fühlten, schossen sie wie aus dem Nichts hoch *oh schreck* dachte sich wohl unser Frauchen *verdammt* dachten wir uns – was nun? Wir sind stehen geblieben, die Hasen rannten weg, Frauchen lobte uns, wir standen immernoch, schauten nach Frauli und kassierten fett Kekse. Unsere Leinen lagen immernoch am Boden, Frauchen nahm uns mit einem „bei mir“ zu sich und es konnte weiter gehen. Obwohl wir meeega aufgeregt waren, blieben wir bei Frauchen. Erst als wir uns beruhigt hatten, durften wir wieder los.

Natürlich war Frauchen super happy und stolz auf uns, denn vor einiger Zeit wären wir zwei Jagdschweine auf und davon gewesen und wieder gekommen wenn uns danach wäre. Tja Leute, Contenance! Mal unter uns, Contenance hin oder her, ich könnte innerlich explodieren, diese blöde Beherrschung macht mich fix und fertig. Sooo gern würde ich die Hasen hetzen bis einer von uns umfällt. Aber: ES PASSIERT EINFACH! Ich sehe die Hasen und bin wie gelähmt. So gern würd ich hinterher, aber irgendwas bringt mich immer wieder dazu, lieber zu Frauchen zu gucken und *schwups* weg ist der Hase, ich schreie und zitter, aber ich bin noch da und kann es selbst kaum fassen. Rätselhaft.

 

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