Fährtenarbeit – Teil 2

Ja, es hat eine Weile gedauert, aber nun kommt endlich die Fortsetzung unserer Fährtenarbeit. Beim letzten Mal haben wir euch die Basics erklärt. Wie beginnt man mit der Fährtenarbeit, was ist zu beachten, was sollte man wissen? Nun, da ihr die Fakten und den Aufbau für eine später saubere und genaue Ausarbeitung der Fährten kennt, werden wir euch heute mit der Winkelfährte bekannt machen.

Die Winkelfährte ist wohl bekannter als irgendwelche Dreiecke und Sanduhren, denn damit beginnt die eigentliche Fährtenarbeit erst richtig. Wie der Name schon sagt, besteht sie aus beliebig vielen Winkeln und dazwischen liegen gerade Strecken. Wir starten mit einem etwa ein Quadratmeter großen Rechteck, das Frauchen gleichmäßig austritt und links unten wie gewohnt mit einem Zelthering markiert. In das Rechteck kommen nun keine Leckerlis mehr. An einer beliebigen Stelle legt sie dann den Abgang, also die Stelle, an der die Fährte beginnt. Das kann gerade aus dem Rechteck hinaus sein, aber auch rechts oder links am Rechteck. Dann geht es schnurstracks geradeaus und wie gewohnt kommt in jede Fußspur ein Futterbrocken. Nach einigen Metern kommt dann der erste Winkel. Der wird mit einem dünnen Stäbchen gekennzeichnet, zum Beispiel mit einem Schaschlick-Stäbchen oder ähnlichem, damit Frauchen weiß wo sie die Winkel gesetzt hat. In jeden Winkel kommt ein Futterbrocken.

Hier seht ihr zwei Beispiele wie eine Winkelfährte aussehen kann.

Wie immer starten wir mit unserem Ritual. Bevor wir zur Fährte gehen, müssen wir eine Weile liegen bleiben bis Frauchen mit uns losgeht. Bei Fuß geht es dann auf die Fährte zu, bis wir uns etwa einen Meter davor dann nochmal hinsetzen müssen. Wenn Ruhe herrscht kommt dann das Startsignal „Fährte“ und es kann losgehen. Wie gehabt starten wir unten rechts. Das Rechteck wird abgeschnuffelt bis wir den Abgang finden und uns an die Arbeit machen. Nach einem Stück geradeaus geht es dann auf den ersten Winkel zu. Kurz davor werden wir über die Schleppleine etwas gesperrt, damit wir uns Zeit lassen um den Winkel sauber auszuarbeiten und nicht einfach abkürzen. Frauchen geht mit der Leine inzwischen einige Meter hinter uns.

Die Anzahl der Winkel bei einer solchen Fährte ist absolut variabel. Wir starten nun erstmal mit drei und gehen dafür dazwischen recht lange Strecken, damit ich ein wenig runterkommen kann. Das Ende der Winkelfährte ist irgendwo auf gerader Strecke und wird von Frauchen ebenfalls gekennzeichnet, damit sie uns rechtzeitig rausnehmen kann. Denn wir sollen ja dann aus der Fährte genommen werden, wenn wir noch drangvoll am Schnuffeln sind. Mit der Zeit werden wir dann die Anzahl der Winkel allmählich steigern und als nächsten Schritt mit dem Verweis anfangen. Was das ist und wie es läuft, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal :-)

3 Kommentare

  1. ♥ ….wauw!!!!!!

    glg Nathalie

  2. […] jeden Fall gab es dann für mich ne lecker Winkelfährte und für den Kito eine Sanduhr. Wir haben das beide tiptop gemacht. Der Kito hat wohl jetzt auch […]

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