12. Treffen mit dem Hundetrainer.. und was wir sonst noch getrieben haben

Wie wir euch ja schon letzte Woche erzählt haben, stand am Freitag mal wieder ein Treffen mit dem Trainer an. Nun, da wir uns über’s Wochenende gut erholt haben, können wir euch auch endlich davon berichten! Wir hatten sogar die Wahl was wir vorführen möchten. Naja, also Frauchen hatte die Wahl und sie hat sich für Fährte entschieden. Gute Wahl! Denn das blieb die letzten Male wegen all der Sniffelei ziemlich auf der Strecke und ich wollte doch eeendlich mal was neues lernen!

Also haben wir unsere Fährtenarbeit präsentiert und natürlich war sofort klar, dass ich in die nächste Stufe muss und die heißt: Winkelfährte (wie’s geht könnt ihr HIER lesen). Damit haben wir die Basis nun beendet und fangen endlich mit der richtigen Fährtenarbeit an. Meine erste Winkelfährte hab ich auch richtig gut gemacht, hab die Winkel schön ausgearbeitet und bin bis auf eine kleine Verwirrung hinter einem Winkel auch super duper auf der Spur geblieben.

Der Kito hing ja die ganze Zeit beim Dreieck fest, weil er es meistens ziemlich langweilig fand. Aber Frauli ist dran geblieben und so hatte er dann in der letzten Zeit doch wieder mehr Spaß dabei. Sauber gearbeitet hat er die Fährten sowieso immer. Und so darf der Kito nun Sanduhr-Fährten machen. Der macht das nicht ganz so rasant wie ich, aber laut Zweibeinern wohl recht gut. Frauchen meint, dass der Kito jetzt erst in die richtige Nasenarbeit reingeht, da das vorher eher lustloses Leckerlis-Sammeln war und er sich nie richtig angestrengt hat. Jetzt muss er sich anstrengen und hat auch gleich viel mehr Spaß dabei. Vielleicht war ihm das vorher ja auch einfach nicht anspruchsvoll genug für einen richtigen Jagdhund?

Gesniffelt haben wir im Training dann also nicht mehr, aber wir sind nun trotzdem in der nächsten Stufe. Frauchen hat berichtet wie es läuft und deshalb nun die neue Ansage: Es gibt erst einen Click, wenn wir im Platz anzeigen. Bisher mussten wir ja nur die Nase an den Deckel kleben, dafür bekommen wir auch noch ein verbales Lob, aber kein Click und Futter. Frauchen wartet dann so lange, bis wir uns von selbst hinlegen oder flüstert ganz oft „Platz-Platz-Platz-Platz-Platz-Platz-Platz“. Also ist unser Ziel nun Nase an den Deckel kleben und dabei liegen bleiben.

Für mich gibt es eine spezielle neue Aufgabe (die ich glaube ich nicht so gut finde). Wir ihr ja wisst, bin ich ein ziemliches Hibbeltier. Das klingt vielleicht immer ein bisschen „übertrieben“ oder überspitzt und wer mich nicht kennt, mag vielleicht nicht glauben wie extrem es tatsächlich ist. Wenn es ans Training geht, raste ich wirklich aus, sodass der Trainer gemeint hat, dass das nicht nur für die Zweibeiner unangenehm ist, sondern auch für mich selbst, da ich mein Stresslevel einfach nicht geregelt bekomme. Schließlich haben wir viel Ruhe geübt, es geht immer erst los, wenn ich wirklich ruhig bin, aber trotzdem drehe ich vor jeder Aufgabe so hoch, dass ich schreie und zitter und völlig durchdrehe.

Nun ist Frauchen’s Aufgabe, mir einen konditionierten Gemütszustand beizubringen. Wie das gehen soll? Naja, es würde ja wenig bringen mir ein Signal für „sei still“ beizubringen. Denn dann wäre ich vielleicht ruhig, aber innerlich immernoch völlig aufgebracht. Das konditionierte Entspannungssignal soll in mir eine bestimmte Emotion hervorrufen, in diesem Fall eben Ruhe und Entspannung. Das Training dazu ist ziemlich easy peasy – Wenn ich bei Frauchen liege und schon am Wegschnarchen bin, wird sie mir ganz ruhig mit der flachen Hand über den ganzen Körper streicheln. Wenn wir das gemacht haben, nehmen wir in der zweiten Woche unser Signal dazu, zum Beispiel „Entspannen“, natürlich sollte das möglichst ruhig und langsam gesagt werden. Irgendwann werde ich das Signal und Frauchens Berührung mit meinem Gemütszustand (Wegschnarchen) verknüpfen. Ziel ist es dann, mich mit einer sanften Berührung und dem Signal runterzufahren, wenn ich wiedermal zu viel Gas gebe. Ob es funktioniert? Mal sehen ;-) Zusätzlich denkt Frauchen darüber nach ob vielleicht ein pflanzliches Mittelchen mir ein bisschen helfen könnte, ruhiger zu blieben. Sie meinte irgendwann kriege ich noch einen Herzkasper (was auch immer das für ein Kasper ist).

Und sonst so? Also nach dem Hundetraining waren wir mit den Zweibeinern auf einem Hundegeburtstag. Scheinbar hatte zwar einer der Zweibeiner Geburtstag, aber es waren echt viele Hunde da, also ne richtige Hundeparty. Das war super, bis wir irgendwann alle auf der Couch eingepennt sind. Samstag war dann Gammel-Tag (wer schonmal eine Nacht durchgefeiert hat, der weiß wovon ich spreche). Frauchen war morgens eine kleine Runde mit uns, dann haben wir ungelogen den gaaaanzen Tag geschlafen und abends sind wir nochmal eine kleine Runde gelaufen. Am Sonntag waren wir dann wieder fit und haben den ersten Schnee begrüßt. Unsere Zweibeiner sind extra schnell mit uns raus und wir durften durch das weiße Zeug flitzen. Das ist sooo super! Einen Schneemann haben wir auch gebaut. Die Zweibeiner haben uns dabei etwas geholfen, aber das ist eigentlich nicht nennenswert… Gestern war der Zauber dann schon wieder vorbei. Echt schade, denn jetzt ist alles nur noch nass und kalt.

Bei dem Ekelwetter waren wir dann heute Morgen erstmal ne große Runde im Wald unterwegs. Wir haben sogar zum allerersten Mal Rehe gesehen (und sind trotzdem brav bei Frauchen geblieben). Also erst war Frauchen sich nicht sicher, denn sie sah nur zwei braune Tierchen durch’s Gestrüpp flitzen und schwupps – waren sie auch wieder verschwunden. Kurze Zeit später kam dann aber ein großer brauner Hund aus dem Wald raus. Ein Ridgeback oder so ähnlich. Also war es vielleicht nur ein Reh und das andere ein Hund, der es gejagt hat?! Jedenfalls hat es dort wo das vermeintliche Reh am Waldrand auftauchte riiiiichtig gut gerochen. So gut riecht nur ein Reh! Wir waren dann auch ziemlich aufgebracht und haben unsere Näschen permanent in die Luft gehalten. Frauchen wollte natürlich, dass wir in ihrer Nähe bleiben, also sind wir neben ihr gelaufen, auch wenn es uns echt schwerfiel.. Der ganze Wald roch heute ausgesprochen gut und unsere Nasen kamen aus dem Beben gar nicht mehr raus. Aber trotzdem hat alles prima geklappt. Auf dem Rückweg haben wir noch Fuß laufen geübt, das läuft auch wie geschmiert. Leine ans Halsband und wir wissen bescheid!

Beim nächsten Treffen mit dem Hundetrainer werden wir mit dem super-duper Abbruchsignal beginnen. Das heißt der olle Kasten an meinem Hals kommt „endlich“ mal zum Einsatz. Ein Gutes hat das ja – je schneller wir damit anfangen, umso schneller bin ich ihn auch wieder los!

2 Kommentare

  1. ♥ ihr seid also wirklich einfach die fleissigsten Hunde die ich kenne!
    Umso mehr freue ich mich auch über die Fotos aus eurer Freizeit :-)
    hihi… cooler Schneemann, und ihr beide daneben :-)
    ganz tolles Foto!!!

    Grüss euch lieb,
    Nathalie mit Sindy

    1. Uiuiui, vielen Dank! :-) Den Schneemann hätten wir ja gern mit nach Hause genommen, aber Frauchen sagt das geht nicht *tss* ob er noch da ist, wenn wir das nächste Mal dort sind? Hmmm….

      Liebe Wuffs, Maya & Kito

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