7. Treffen mit dem Hundetrainer

Jawoll, heute war es mal wieder soweit und wie immer war der Trainer mit uns dreien (ja, auch mit Frauli) sehr sehr zufrieden und lobte uns, weil wir so doll fleißig sind. Wir haben ihm gezeigt wie wir den Dummy suchen und eine neue Aufgabe bekommen: Fährte.

Mit der Systemsuche war er sehr zufrieden und auch wie das alles so abläuft (das Lob ging dann wohl eher wieder an Frauchen). Weil ich nämlich so eine Fressmaschine bin und den Dummy mit einem Mal leer futtern würde, hat Frauchen mir das Ding immer direkt vor die Nase gehalten, aber immer „Bababa!“ gesagt wenn ich dran wollte und ihre Hand vor meine Nase gehalten. Erst wenn ich zu Frauli geguckt hab, durfte ich fressen. War eine schwere Geburt, aber inzwischen läuft das ziemlich routiniert und der Trainer war begeistert. Die Suche war auch super, klaro! Wir sind jetzt in der nächsten Stufe. Die Orte wo der Dummy abgelegt wird, sind variabler und der Dummy wird nun auch mal ohne unser Beisein versteckt, sodass wir nicht sehen wo er ist.

Eigentlich wollte der Trainer sich noch das Longieren angucken, aber da er immer fleißig unseren Blog liest (braaaav), hat er unser Training natürlich verfolgt und meinte das läuft rund. Wir sollen so weiter machen und Schritt für Schritt das Band abbauen. Ablenkung kann es natürlich nie genug geben und der Dummy bleibt auch im Spiel. Frauchen wird ihn in Zukunft vor dem Longieren neben dem Kreis ablegen und wenn wir schauen bekommen wir einen Click und dürfen auf Kommando apportieren. Find ich gut!

Unsere neue Aufgabe ist aber der Oberknaller. Das macht mindestens genauso viel Spaß wie Dummy. Wir machen jetzt nämlich Sportfährte. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. NORMALERWEISE baut man die Fährte ja so auf: man tritt eine gerade Strecke platt und legt in jede Fußspur einen Futterbrocken. Am Ende der Fährte steht ein Napf mit Jackpot. Aber logischerweise würden wir dann die Leckerlis mal eben übersehen und einfach gleich zum Napf rennen (wieso kompliziert, wenn’s auch einfach geht?).

Deshalb läuft das bei uns so ab: Frauchen tritt auf einer Wiese ein Rechteck platt und sorgt damit für eine heftige Bodenzerstörung, die wir mit der Nase wahrnehmen. In das Rechteck werden dann Leckerlis gelegt, Reihe für Reihe, sodass alles voll ist. Nach unserem Startritual führt Frauchen uns an die Fährte ran und gibt das Kommando „Fährte“ und dann dürfen wir uns einfach den Bauch vollschlagen. Wahnsinn oder? Eigentlich gibt es dabei gar nichts Negatives. Sollten wir das Rechteck überschreiten, werden wir mit der Leine korrigiert. Frauchen hält sie dann einfach fest, damit wir wieder ins Rechteck finden. Blöd ist nur, dass wir aus der Fährte rausgezogen werden, wenn es gerade am Schönsten ist. Wenn noch ein paar Leckerlis übrig sind und wir noch mitten am Suchen sind, nimmt Frauchen uns am Halsband und zieht uns raus. Das läuft so, damit wir den Spaß nicht verlieren. Man soll immer aufhören, wenn es am Schönsten ist, sagen die Zweibeiner. Ich sage, man soll erst aufhören, wenn nichts mehr zu Futtern da ist. Aber gut, passt schon.

Der Hundetrainer war von mir richtig begeistert, weil ich die Fährte schon richtig gut durchgearbeitet habe. Richtig flott war ich und hab einfach alles Reihe für Reihe abgegrast. Da hat er gestaunt. Der Kito ist erstmal liegend in die Fährte rein – mag’s eben bequem. Er ist das Ganze auch etwas ruhiger angegangen, aber hat es auch sehr gut gemacht. Für jeden darf Frauchen dann in Zukunft so etwa vier oder fünf Rechtecke legen, die wir dann nacheinander durcharbeiten. Da hat sie ja ordentlich zu tun, hihi. Hoffentlich machen wir das jetzt ganz oft!

So kann das nicht weitergehen, sagt Frauchen *hmpf*

Natürlich musste Frauchen aber auch mal wieder petzen und hat dem Trainer erzählt oder sogar gezeigt (ja, sie hat heute Morgen heimlich ein Video gemacht) wie wir so durch die Wiesen stöbern. Das fand er gar nicht gut, aber gewissermaßen war ich noch fein raus. Frauli ist zum Glück bei der Wahrheit geblieben und hat auch erklärt, dass ich eigentlich immer gucke und auch bei einer tollen Fährte immer ein Ohr für sie habe. Der Kito aber nicht, der ist in seine Nasenwelt versunken und hört gar nichts mehr. Deshalb wird jetzt jegliches Schnüffeln nach Hasen und anderem Zeug verboten! Da bin ich ja mal gespannt wie Frauchen das hinkriegen will. Der Trainer meint sie soll dabei ruhig mal unbequem werden und gab ihr den Tipp, einen Luftballon mit Sand zu füllen (nur ein bisschen natürlich) und den mal neben Kito zu werfen, wenn er sonst nicht reagiert, damit er sich mal erschreckt. Warum ein Sandballon und keine Discs? Weil ein Sandballon keine Geräusche macht und den sensiblen Bretonen nicht in einen Schock versetzt. Tja, wir werden sehen…

 

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