Strategische Dummysuche und der Rest

Nachdem der Tag gestern relativ (aber nur relativ) entspannt war, ging es heute wieder richtig zur Sache. Gestern war Frauchen nämlich den ganzen Tag in Frankfurt und hat uns gnadenlos um 5 auf’s Feld gezerrt. Leute, UM FÜNF! DA WAR ES NOCH NICHT MAL HELL! Aber sie meint, Training muss sein und wenn es anders nicht geht, stehen wir eben nachts auf und üben. Das sind dann die Augenblicke, in denen ich mir überlege ob ich sie nicht doch zur Adoption freigeben soll. Aber sie hat grad nochmal die Kurve gekriegt. Auf dem früh-morgendlichen Plan stand nämlich Dummy-Arbeit. Jackpot! Da war ich sofort wach!

Dummy? Ich kommmeeee!

Das ist unser Revier. Ziemlich groß, was?

Auf dem Weg haben wir noch Rückruf geübt und als wir wieder Zuhause waren, wurde sofort weiter geschnarcht. Die Zweibeiner haben dann beide das Haus verlassen und wir hatten zum Glück unsere Ruhe. Mittags kam dann Frauchen’s Papa und ist mit uns Gassi gegangen. Wir waren nur eine kleine Runde auf dem Feld, war ja sooo heiß! Später haben wir nur noch im Garten gechillt bis Frauchen abends nach Hause kam. Wir sind dann nochmal eine Runde gelaufen und haben Rückruf geübt.

Was üben wir denn heute?

Longieren… unser Kreis ist inzwischen schon 10 Meter groß!

Päuschen machen!

Heute Morgen konnten wir seit langem mal wieder ausschlafen. Bis um 8 („ausschlafen“). Wir sind raus auf die Felder gefahren, haben Rückruf geübt, Longiert, Triebabbruch geübt und Dummy. Longieren war heute echt gut. Sogar bei mir. Der Kito hatte heute nicht so viel Lust und musste viel angefeuert werden. Und ich hatte zwar phasenweise wieder die Nase am Boden, aber als ich mich dann mal konzentriert habe, war ich richtig richtig gut! So gut, dass ich sogar galoppieren durfte. Das hab ich alles gemacht: Tempowechsel Schritt-Go-Run, Richtungswechsel in allen Gangarten, Sitz und Platz aus der Bewegung, sogar Wechsel zwischen Run und Schritt hab ich super gemeistert. Alles auf den Punkt! Frauchen war richtig happy.

Der Kito guckt wie Frauchen den Dummy versteckt und bleibt brav liegen.

Hat ihn natürlich gefunden. Mmmhh lecker!

Dann haben wir Hardcore Triebabbruch und Triebabbruch für Softies geübt. Was das ist? Naja, der Kito darf ja jetzt erstmal die nächste Zeit nur zum Napf rennen, weil er das „Down“ nicht verkraftet. Das ist der Triebabbruch für Softies. Und Hardcore Triebabbruch, das mach ich. Frauchen steht jetzt schon etwa einen Meter vor dem Napf, ich muss mich also direkt bei ihr ohne Zeitverzögerung hinlegen. Hab volle Punktzahl bekommen.

Zum krönenden Abschluss haben wir Dummy geübt, oder wie es auf schlau heißt: „Strategische Dummysuche“. Das wollen wir euch jetzt mal ein bisschen genauer erklären, weil das echt rockt! Also, wir suchen uns ein Plätzchen mit einfachen Versteckmöglichkeiten. Zum Beispiel eine Reihe von Bäumen, so haben wir es heute gemacht.

So werden unsere Dummys versteckt.

Frauchen hat sich drei Bäume ausgesucht, an denen sie nacheinander den Dummy abgelegt hat, während wir in Entfernung warten und zugucken. Zuerst legt sie also den Dummy an Baum 1, kommt zu uns, sagt „Apport“ und wir holen ihn. Dann legt sie den Dummy an Baum 2, wieder „Apport“ und dann das gleiche Spiel mit Baum 3. Das wiederholen wir so fünf mal genau in der Reihenfolge. Im letzten Durchgang läuft Frauchen alle 3 Bäume ab und tut bei jedem so, als würde sie den Dummy ablegen. Wo er wirklich liegt, sehen wir aber nicht. Also müssen wir uns anstrengen und die Nase nutzen. Und da kommt die Arbeit ins Spiel.

 

Heute haben wir sofort gewusst wo der Dummy liegt, war ziemlich easy. Aber macht riesen Spaß! Klingt nun ziemlich pille-palle, aber es geht ja darum, dass wir beim Suchen eine Strategie entwickeln, die wir dann später nutzen können.

Nach der Arbeit.

Ab nach Hause!

1 Kommentar

  1. […] dem ausgiebigen Training am Morgen, hatten wir nur noch ein paar Kleinigkeiten abzuhaken und somit für den restlichen Tag quasi […]

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