Einblicke in unser Hardcore-Training

Heute haben sich die Zweibeiner Wetter-technisch ein wenig verschätzt. Wir sind mittags los zum Training und irgendwie war es ganz schön heiß. Naja, was soll’s, ist ja noch kein Meteorologe vom Himmel gefallen (oder doch?). Wir haben uns im Schatten platziert und uns ab und an einen Schluck Wasser kredenzen lassen und dann ging das schon.

Herrchen war heute seit langem mal wieder dabei. Er hat beim Longieren zugeguckt und uns ein bisschen abgelenkt. Als ich dran war, meinte Frauchen er solle mal um den Kreis gehen und mich ansprechen. Haha, war doch gar nicht nötig. Er musste sich nur neben den Kreis setzen und schon wollte ich die ganze Zeit hin. „Babababa!“ hat Frauchen dann immer gesagt. Manchmal kann sie sich nicht so recht artikulieren. Ich wollte trotzdem zu Herrchen, bei dem ist es doch viel lustiger. Durfte aber nicht. Na gut. Hab dann die Zähne zusammen gebissen und weiter longiert bis Frauchen’s „Schluss“ mich erlöst hat. Dafür dass es so warm war, waren die Zweibeiner zufrieden.

Dann war der Herr Streber dran. War richtig gut. Zwar etwas träge, aber naja, das sind die Zweibeiner schließlich auch, wenn es so warm ist. Er durfte wieder frei longieren. Später hat Herrchen dann einen Hasenfell-Dummy genommen und ihn direkt auf Kito’s Strecke gelegt. An dem Dummy war eine lange Schnur und als Kito näher kam, hat Herrchen dran gezogen. Ziemlich hinterlistig, finde ich. Der Kito wollte den Dummy natürlich haben, aber Frauchen hat dann wieder ihr „Bababa“ gebrabbelt und er ließ sich überreden weiterzulaufen (die Leine war da natürlich erstmal wieder dran). Herrchen wurde dann immer wilder mit dem Dummy und irgendwann ist Herrchen wie verrückt um den Kreis gerannt und der Dummy huschte ruckartig durch’s Gras. Und der Kito hat am Ende nur noch nach Frauchen geguckt. Die Zweibeiner fanden das total spitze, von mir kriegt der Kito für diese Leistung eine glatte 6. Wie sollen wir mit der Einstellung jemals einen Hasen fangen?

Nach der Pflicht kam die Kür: Apportieren. Juchee, das macht Spaß. Herrchen hat auch mal den Dummy geworfen. Wie immer mussten wir sitzen und gucken und auf das „Apport!“ warten und haben dann den Dummy sauber apportiert. Hinter uns auf dem Feld sind sogar Störche rumgelaufen, aber who cares? Wer will schon einen Storch, wenn man einen Dummy haben kann.

Als wir fertig waren hat Frauchen dem Herrchen noch unsere neue Übung gezeigt. Wir haben Down geübt und das Zum-Napf-Rennen. Ob die Zweibeiner auch immer die Zeit stoppen um zu gucken ob ich schon schneller geworden bin? Achso, nachher hat Frauchen es wieder verpeilt und ich musste mich auf dem Weg zum Napf hinplumpsen. Aber danach durfte ich wieder fressen. Ende gut, alles gut.

So funktioniert die Übung mit dem Triebabbruch eigentlich. Ich darf rennen und aus dem Napf fressen.


 
Und so sieht das aus, wenn Frauchen die Übung vermasselt. Sie brüllt so laut „Down“, dass ich manchmal ein bisschen verwirrt bin und mich nicht so schnell hinlege wie ich sollte. Aber das üben wir noch.

 

 
Weil wir gerade in der Nähe waren, sind wir noch kurz in den Stall. Die Darleena war nicht da. Frauchen sagt die ist im Urlaub. Die haben’s vielleicht gut, die Pferde. Stehen den ganzen Tag draußen und tun nichts als Fressen und dann fahren sie auch noch in den Urlaub. Wir sind dann nochmal kurz in die Reithalle. „Die sind bestimmt eh kaputt“ hat Frauchen gesagt, aber da hat sie uns natürlich unterschätzt. Wir haben nochmal richtig Gas gegeben. Der Kito ist wie ein Verrückter durch die Halle gerannt und hat Haken geschlagen, sodass es echt schwer war ihn zu fangen. Das macht ja sooo Spaß in dem tiefen Sand zu rennen…ist aber auch ganz schön anstrengend. Heute Abend kann Frauchen alleine Gassi gehen, wir schlafen durch.

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