5. Treffen mit dem Hundetrainer

Heute hatten wir wieder eines dieser Treffen, die unser Leben stückchenweise verschlimmern. Ja, seit wir zum Hundetrainer gehen, werden uns alle tollen Sachen nach und nach verboten, besonders blöde Sachen gehören dafür zu unserem Alltag.

Naja, ok, ein paar gute Sachen gibt es auch und eigentlich ist der Hundetrainer auch ziemlich cool. Aber das ein oder andere nehme ich ihm nunmal übel. Heute wollte er mal wieder gucken wie es bei uns mit dem Longieren läuft. Also wurde der Kreis inklusive Leckereien aufgebaut und es ging los. Zuerst ich, dann Kito.

Frauchen und ich mussten zeigen, was wir drauf haben und haben das ganz gut gemacht. Der Trainer sagte dann zu Frauchen, sie soll die Leine abmachen. Waaas, echt jetzt? Ja, wir haben ohne Leine longiert. Es hat ganz gut geklappt, aber Frauchen musste mich noch zu oft ermahnen, dass ich dem Hundetrainer nicht auf den Schoß springe (der saß nämlich direkt neben dem Kreis) – also noch nicht gut genug. Die Leine bleibt erstmal noch dran. Dafür soll Frauchen mich ganz viel ablenken, mit allem was geht.

Der Kito war noch ne Nummer besser als ich. Er durfte auch ohne Leine und dazu noch richtig schnell rennen mit Richtungswechsel und allem drum und dran. Der Trainer war ziemlich begeistert. Der Kreis darf jetzt NOCH größer werden und bei Kito darf die Leine beim Longieren auch mal weg. Verleitung braucht der Kito natürlich auch noch viel mehr. Der Trainer sagte zu Frauchen was von Hasengeruch und so, den will er uns mitbringen. Das klingt mal nach einer guten Idee, für Hasenduft bin ich immer zu haben!

Eine neue Übung gibt es auch und ich sag euch, die find ich erste Sahne! Man kann dabei rennen und fressen, immer im Wechsel. Die Zweibeiner nennen die Übung „Triebabbruch“. Dabei sitzen wir einfach da, ein ganzes Stück weiter steht ein Napf mit Futter und Frauchen. Wenn wir dann gucken, sagt Frauchen „Lauf“, wir dürfen Vollgas geben und aus dem Napf fressen. Damit hat der Trainer bei mir auf jeden Fall wieder ein Stein im Brett. Manchmal vermasselt Frauchen die Übung, dann springt sie kurz bevor wir beim Napf sind plötzlich auf uns zu und brüllt richtig laut „DOWN“ – huch? Naja, wir legen uns dann hin und dann dürfen wir auch sofort wieder zum Napf. Aber irgendwas hat sie da wohl nicht verstanden. Nobody’s perfect.

Dieses „Down“ üben wir auch so ab und zu noch. Dann müssen wir uns ratzi fatzi auf den Boden plumpsen lassen. Ist machbar. Und den Dummy dürfen wir nun richtig apportieren. Wir sitzen neben Frauchen, der Dummy fliegt und wenn wir gucken ruft sie „Apport“ und los geht’s. Das macht super Spaß! Jetzt haben wir für die nächsten zwei Wochen wieder ordentlich was zu tun – dann steht das nächste Treffen und neue Hausaufgaben an.

2 Kommentare

  1. Das ist ja toll, dass Kito jetzt ohne Leine longieren darf. Frauchen meinte, dass wir unbedingt wieder mehr und intensiver Longieren üben müssen. Sie meint, dass wir schon lange keinen Fortschritt mehr im Longieren gemacht haben. Aber ich hab zur Zeit sooo keinen Bock auf Longieren. Vielleicht liegts auch am Wetter… Triebabbruch haben wir noch gar nicht geübt. Hört sich aber echt gut an. Das wollen wir jetzt auch machen.

    1. Da sagst du was, ich find longieren auch nicht so toll. Und der Kito eigentlich auch nicht und kaum sind wir beim Hundetrainer gibt er voll an, was er alles drauf hat. Wenn es nach uns ginge, würden wir nur noch Dummy üben. Darin bin ich Profi, das mach ich mit Frauchen nämlich schon seit ich ganz klein bin. Aber Triebabbruch ist auch ganz cool, wenn Frauchen nicht gerade dazwischen hüpft. Eine Übung mit Fressen und Rennen – wie für mich gemacht :-)

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