Hasenalarmstufe ROT!

Nachdem Frauchen heute den ganzen Tag außer Haus war, haben wir das Training auf den Abend verlegt. Erst sind wir ein Stück gelaufen und haben dann auf einer Wiese Leinenorientierung und Basis geübt. Das war für den Kito ja fast schon zu leicht, so ganz ohne Ablenkung. Aber das wird sich bald ändern – dazu später mehr. Ich finde ehrlichgesagt, dass ich super gut Fuß laufe. Wieso können sie es nicht einfach gut sein lassen? Es muss immer NOCH langsamer sein und nie sind sie so richtig zufrieden.

Der riesige Rasenmäher hat das Feld abgemäht.

Wir sind dann ein Stück weiter gelaufen, zu den Ziegen und haben auch da nochmal Basis geübt. Als wir die Kameraden zum ersten Mal getroffen haben, ist der Kito ja wie verrückt in den Zaun gesprungen und war gar nicht ansprechbar. Heute wollte er dann schon wieder losspringen, aber Frauchen konnte ihn abrufen und er hat fein Blickkontakt gehalten (ich sowieso), das fand sie super.

Ich beim WARTEN…

Weiter ging es dann auf die Wiese zum Longieren. Heute durfte ich zuerst. War wie immer voller Tatendrang, hab aber versucht meine Klappe zu halten. Wenigstens ein bisschen. Ein Anderer mag wohl sagen, dass ich gejammert hätte, aber für meine Verhältnisse war ich schon beinahe stumm. Frauchen war damit auch sehr zufrieden, nur hier und da mal ein kleiner Pieps. Schritt laufen ging wie immer nicht. Zwischendrin hatten wir ein paar kleine Erfolge, dann wurde ich wieder zu schnell. Frauchen hat dann solange gemacht, bis ich halbwegs ordentlich gelaufen bin und dann hat sie sich gefreut und ich war erlöst.

Frauchen war eigentlich schon fertig mit Longieren, aber Kito wollte wohl noch weiter machen.

Der Kito wird beim Longieren jeden Tag besser, deshalb muss er jetzt mit Ablenkung longieren. Morgen will Frauchen Rinderfond auf seiner Strecke verteilen und er darf sich davon nicht ablenken lassen. Mein lieber Scholli, wenn er das schafft bin ich aber echt baff! Übrigens ist links Kito’s schlechte Seite. Da läuft er einfach nicht so gern, während er rechts immer alles super toll und motiviert macht. Frauchen will ihn morgen nochmal unter die Lupe nehmen, nochmal massieren und einrenken, weil sie meint, dass er vielleicht eine Blockade haben könnte. Mit seiner altern Verletzung ist das ja alles nicht so einfach. Hoffe ich bekomme auch eine Massage! Der Kito kann jetzt auch schon ziemlich gut vom „Go“ (Trab) zum „Schritt“ durchparieren. Ja durchparieren, so heißt das in der Pferdesprache, die beherrsche ich selbstverständlich. Frauchen sagt dann manchmal „Go“, dann wieder „Schritt“, dann wieder „Go“. Bestimmt darf er auch bald galoppieren und ich laufe immernoch Schritt. Hmpf.

Auf dem Heimweg ging es dann richtig rund. Wir haben auf einer Wiese acht Hasen gesehen! Alle vor unserer Nase und alle sind sie weggelaufen. Da gab es dann kein Halten mehr, aber Frauchen hat uns einfach zu sich gezogen und wollte, dass wir uns hinlegen. Na die hat vielleicht Nerven. Ich hab mich dann hingelegt, aber der Kito hat sich geweigert. Frauchen hat ihn dann solange genervt, bis er nachgegeben hat. Da lagen wir dann also und als wir uns etwas beruhigt hatten und Frauchen gefragt hatten, durften wir wieder los. Dann sind wir natürlich direkt wieder losgeflitzt und wurden erst wieder etwas ruhiger, als wir an der Straße waren. Da müssen wir an der kurzen Leine laufen und es riecht auch nicht so spannend.

Hasenkino im Liegen.

Hätten wir da nicht auf der anderen Straßenseite, auf unserem Feld diese Katze entdeckt. Da haben wir beide wieder losgeschrien und durften natürlich nicht hin. Frauchen hat so lange gewartet, bis wir still waren (bestimmt 15 Minuten) und erst dann konnten wir die Straße überqueren und die Spur aufnehmen. Die Katze war natürlich längst über alle Berge. Bei all der Verlockung hatten wir dann auch erst kurz vor Zuhause wieder ein Ohr für Frauchen. Das fand sie blöd. Sie hat sich geärgert, dass wir uns aufführen wie die Wilden und hat gesagt, wenn wir uns nicht mal benehmen, kommen wir ins Hundekinderheim (ich hoffe das hat sie nicht ernst gemeint)! Sie hatte dann die Nase voll, weil wir ständig mit Vollgas in die Leinen gebrettert sind, also mussten wir den restlichen Weg an der kurzen Leine gehen. Die Message ist angekommen. Naja, also haben wir mal nach ihr geguckt, denn ein bisschen hat sie mir dann schon leid getan, glaube sie war schon ein bisschen traurig. Da waren wir im Training so gut und auf dem Feld haben wir einfach unsere Marnieren vergessen. Aber ich versuche mich zu bessern, ganz bestimmt. Vorhin hat sie mich dann nochmal geknuddelt. Weiß ja, dass sie mich lieb hat…

Und dieses Teil hier soll demnächst den Kito beim Training ablenken. Wie das aussehen soll, weiß ich auch noch nicht.

Das neue Trainingstool!

 

3 Kommentare

  1. Haha, das neue „Trainingsteil“. Man das ist ja mal ne geniale Idee. Vielleicht wird Bonnie das auch bald ablenken. Mal die kleinen Neffen fragen ob wir ihr Auto bekommen.. oder besser wir nehmens einfach mit.

    Bonnie war heute auch nicht sooo toll. Wir haben ja jetzt einen Park mit Hasen gefunden. Und in diesem ist sie auch seeehr wenig ansprechbar. Superrückruf klappt komischerweise, aber Fuß laufen fällt ihr schwer und der freiwillige Blickkontakt an der langen Leine ist gleich Null :(
    Im Hasenfreien Park ist sie das komplette Gegenteil.

    Beim Longieren haben wir auch eine Seite, die besser geht. Merkwürdig. Ob das wirklich an einer Blockade liegt? Bin gespannt, ob es bei euch danach besser läuft.

    Liebe Grüße, heute mal vom Frauchen :D

  2. Herrchen hat sich ziemlich gefreut als der Hundetrainer mit der Idee eines ferngestuerten Autos kam :-D Wir sollen ein Fell drauf binden, es vor dem Spaziergang irgendwo verstecken und dann rausfahren lassen, wenn wir vorbeilaufen, da Kito sich beim letzten Mal schon von der Reizangel gar nicht beeindrucken ließ. Bin mal gespannt.
    Hasenfreie Zonen gibt es bei uns hier gar nicht. Vor allem hat es nun überall Babyhasen, die oft einfach auf der Wiese sitzen und sich nicht verstecken. Im Training sind die zwei wirklich super (bis auf Maya’s überschüssige Energie), aber wenn sie aus der Trainingssituation raus sind ist es besonders mit Kito ziemlich schwer. Naja, Geduld, Geduld ;-)

  3. Achso bei Kito ist es ja so, dass er einen schief verwachsenen Knochenbruch im rechten Knie hat. Er ist lange dreibeinig gelaufen und ist durch die Schonhaltung total verbaut. Er hat ein ganz schiefes Becken, aber das wird dauern bis wir das gerade kriegen.
    Ich denke generell hat bestimmt jeder eine bessere und eine schlechtere Seite, aber könnte sein dass das auch eine Rolle spielt.

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