Barf + Handfütterung = ?

Ja wie ist das eigentlich mit Barf und Handfütterung? Geht das? Wenn ja, wie? Maya wird schon seit zwei Jahren roh gefüttert und ich kann mir nichts anderes mehr vorstellen. Auch Kito schmeckt sein Frischfleisch richtig gut. Ich habe zwar schon oft über Handfütterung nachgedacht, es aber nie durchgezogen, weil das mit dem rohen Fleisch doch irgendwie unpraktisch ist und bei Maya nicht unbedingt notwendig war. Bei Kito sind wir aber im Training nicht wirklich voran gekommen, da der Herr doch recht selbstständig war und sein eigenes Ding machte. Also war Handfütterung angesagt.

Zunächst habe ich mir einen leckeren Fleischkuchen gebacken. Mmmhhh. Verschiedene gewolfte Fleischsorten mit ein paar Eiern und Haferflocken vermischt und ab in den Ofen damit. Wie lange? So ungefähr einen ganzen Tag! Und es wurde einfach nicht fester.. Nach einem halben Tag Fleisch im Ofen bei offenem Fenster, hatte sich unsere Küche als geheimer Fliegentreff rumgesprochen und der Gestank war unerträglich. ABER – als es dann fertig war, hat es den Hunden ganz wunderbar geschmeckt. Die Dinger konnte man kleingeschnitten gut in die Tasche packen, aber der Aufwand und die damit verbundene Sauerei waren mir einfach zu viel.

Von diversen Handfütterungsanläufen hatte ich noch Futtertuben parat. Die sollten als nächstes getestet werden. Da ich es ja aber bereits probiert hatte, wusste ich, dass das gewolfte Fleisch nicht immer durch das Loch passt. Also habe ich das ganze Zeug nochmal ordentlich mit dem Zauberstab püriert. Hat funktioniert, aber der Pürierstab war nachher so heiß, dass man ihn kaum noch anfassen konnte und die Sehnen hatten sich schön um die Klinge gewickelt. Natürlich war es mir eine Freude, diese dann mit den Fingern wieder abzufriemeln… Unterwegs haben sich die Tuben dann als sehr praktisch erwiesen. Keine dreckigen Finger, keine Sauerei. Aber da ich mir nicht jedesmal einen neuen Pürierstab kaufen möchte, fiel auch diese Variante durch.

Aktuell sind wir nun mit Hundewurst unterwegs. Die gibt es entweder beim Metzger oder im Tierladen, zum Beispiel hier online. Die Hundewurst gibt es mit verschiedenen Fleischsorten und enthält Gemüse wie Karotten oder Kartoffeln, Reis und Öl. Vom Hersteller ist sie als Alleinfuttermittel deklariert. Ich weiß nun nicht ob ich das als dauerhaftes Hauptfuttermittel nehmen würde, aber für einen gewissen Zeitraum ist es sicherlich in Ordnung. Zusätzlich gibt es bei uns hin und wieder Hühnerhälse, die ich im Garten verstecke, damit dennoch ein bisschen Abwechslung drin ist. Was die Handhabung der Hundewurst betrifft, gibt es durchaus schlimmeres. Sie riecht wider Erwarten eigentlich ganz lecker und erinnert mich an die Bratwurst in der Dose, die man hierzulande beim Bauer kaufen kann. Von der Konsitenz ähnelt sie einer Fleischwurst, man kann sie also gut schneiden und anfassen. Klar hat man danach klebrige Finger, aber wer damit ein Problem hat, sollte vielleicht besser bei Trockenfutter bleiben. Wir haben die Wurst bei jedem Spaziergang im Dummy dabei, Maya und Kito fahren voll drauf ab und vertragen es gut.

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