Schwimmen mit Hund – Blaue Adria Altrip

Sommer, Sonne, schwarzes Fell. Ich liebe den Sommer und Temperaturen um die 30°, aber in genannter Kombination machen diese Umstände – zumindest Maya – nun nicht allzu viel Spaß. Spaziergänge in der Mittagssonne werden also kurz gehalten und sind eigentlich eine einzige Schattensuche. Hat Hundi dann mal ein schattiges Plätzchen erwischt, würde sie sich am liebsten nicht mehr von der Stelle bewegen.

Einen Pool müsste man haben – hat man aber nicht (bis auf das Planschbecken im Garten…). Also fahre ich mit Maya regelmäßig ans Wasser. Geeignete Plätze zu finden, an denen Hunde zumindest nicht verboten sind, ist aber leider gar nicht so leicht. Um nun den idealen Ort zu finden, an dem sich Hund und Frauchen erfrischen können, habe ich beschlossen, diverse Gewässer in der Umgebung einmal auf gut Glück abzuklappern. Letzter Stop: Blaue Adria Altrip.

Gut, ich muss zugeben, ums Eck ist das nun nicht, aber die Fahrt (inklusive Flussüberquerung via Fähre für jeweils 3,50€!!!!!!) hat sich doch gelohnt. Vielleicht empfinde ich das nur so, weil Maya endlich der Durchbruch ihrer bisherigen Schwimmkarriere gelungen ist… Nein, es ist wirklich schön dort! Wo wir nun tatsächlich waren, kann ich nicht sagen, denn die besagte Blaue Adria gesellt sich zu mehreren kleinen Seen. Oder besteht aus mehreren kleinen Seen? Ich weiß es nicht. Nachdem das Navi mich zunächst auf den Campingplatz Blaue Adria lotste und ich mich zwischen Dauercampern und Kleingärten verlor, war ich schon kurz davor wieder heimzufahren – ja, es ist echt scheiße, wenn man nicht weiß wo man denn nun eigentlich hin will, da kann man zwischen Wohnmobilen und gelben Nummernschildern auch schon mal die Nerven verlieren! Intuitiv wagte ich dann aber einen Abstecher auf einen unscheinbaren Parkplatz (hm, so etwa links bevor es zum Campingplatz geht, falls es jemanden interessiert), fand prompt ein Schild mit der Aufschrift „Badestrand“, schlüpfte mit Maya durch’s Gebüsch und landete an einem ruhigen Stück See, an dem uns lediglich ein paar andere Hunde Gesellschaft leisteten. Keine Verbotsschilder, keine meckernden Leute, keine nervigen Kinder (zumindest an diesem Tag…).

Ein wunderschöner See, außenrum viel Grün (keine Hasen), Spielkameraden, sauberes, klares, flach abfallendes Wasser. Ein Traum! Völlig euphorisch war Frauchen natürlich schneller im Wasser als Hund gucken konnte, wobei die Algen am Grund nun doch etwas gewöhnungsbedürftig waren – Natur pur eben! Wie dem auch sei, hielt Maya nichts davon mir Gesellschaft zu leisten und flitzte erstmal eine gefühlte Stunde im Flachen Wasser hin und her und ließ sich von ihrem neu gewonnenen Freund Paul (Labrador-Berner-Mix, 4 Monate, geschätzt 1m Stockmaß) jagen, der mit seinen riesen Pranken jedoch kaum eine Chance gegen den kleinen Flitzer hatte. Ich war wohl erstmal abgemeldet und versuchte mich mit einem Ball, den ein anderer Hundebesitzer (der mit seinem Vizsla-Rüden erstmal eine Runde Nacktbaden genoss, dann aber schnell wieder die Biege machte) dagelassen hatte, ins Spiel einzubringen. So ein Tennisball ist aber auch was Tolles! Ja, so toll, dass er Maya zum Schwimmen bewegte! Beide Hunde geil auf den Ball, warf ich das Ding einfach mal ins Wasser – war ja eh nicht mein Ball, wenn ihn also keiner holt, juckt mich das nun auch nicht. Zu meinem Erstaunen sprang Maya jedoch wie bekehrt mit einem Satz ins Wasser, schwamm und holte den Ball. Da hat Frauchen aber nicht schlecht gestaunt! Und Madame konnte gar nicht genug kriegen. Während unser Freund Paul sich schon verabschiedet hatte und auch der Golden Retriever, der den ganzen Nachmittag im Wasser saß und Fische beobachtete wie ein alter Mann auf der Parkbank, der den Enten zuschaut, apportierte Maya… und apportierte… und apportierte.

Was soll ich sagen – dieser See muss mir doch einfach gefallen oder? Und wir werden sicherlich ganz bald wieder dort sein. Denn wie ich Maya kenne, wird sie beim nächsten Wasserkontakt in anderen Gefilden so tun, als wäre sie noch niiiieeee geschwommen.

So und nun etwas neutraler:
Flaches Wasser, sauber, abgeschirmt, andere Hunde, keine Störenfriede, keine Verbotsschilder. Ja es gibt ein Minus – eklige Algen an den Füßen und der sogenannte „Strand“ ist zwar durchaus sandig, mündet aber direkt im Gebüsch. Wenig Platz zum Niederlassen, was aber wohl auch dazu führt, dass dieses Plätzchen nicht so schnell überfüllt wird. Also an sich auch ein Pluspunkt!

Dieser See hat mich wirklich überzeugt und wenn er nicht so weit weg wäre, würden Maya und ich dort den restlichen Sommer verbringen. Wer weiß, vielleicht werden wir ja Dauercamper :-)

1 Kommentar

  1. Gibt es die Möglichkeit zum Baden mit Hunden immer noch? Laut den offiziellen Quellen sind Hunde an allen offiziellen Badeseen in RLP verboten.

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