Freitag, 10.6.2011 – Tag des Fleisches und der aufregenden Spaziergänge

Heute ist ein aufregender Tag. Frauchen und ich sind heute morgen nur eine kleine Gassirunde gelaufen, da wusste ich direkt, dass heute etwas Besonderes ist, denn normalerweise laufen wir morgens unsere große Runde. Natürlich hatte ich recht und nach der kleinen Runde ging es mit dem Auto zu den Leuten, bei denen ich auf den Tisch darf und dort zudem noch Leckerlis bekomme. Das ist echt super, denn zu Hause darf ich das nicht. Frauchen stellt sich da ein bisschen an. Nachdem ich also im Vorraum mit einem Kollegen gespielt hatte, durfte ich endlich auf den Tisch, wo schon der nette Mann mit den Leckerlis wartete. Der hat mich geknuddelt und fand mich natürlich super toll. „Die macht Spaß oder?“, fragte er mein Frauchen. Klar, ich bin immer für einen Spaß zu haben – oder auch zwei. Leider gab es nur ein Leckerli, obwohl ich fein Platz gemacht habe und hoffte, dass es dafür noch einen Bonus gibt. Dafür hab ich noch ein paar Streicheleinheiten bekommen und der Leckerlimann hat sich sogar auf den Boden gekniet um mit mir zu raufen – cooler Typ!

Ich wäre zwar gern noch länger geblieben, aber Frauchen wollte weiter. Eigentlich wäre ich dann schon gern nach Hause gefahren, da ich noch nichts gefrühstückt hatte und echt hungrig war. Stattdessen fuhren wir in dieses besonders große Haus, in dem ganz viele Geschäfte sind mit Treppen, die sich bewegen. Mann, die find ich ganz schön unheimlich. Dort drehten wir ein paar Runden, ich musste brav Fuß laufen und mich hinlegen, wenn Frauchen irgendwo länger stehen blieb. Da ich einen Bärenhunger hatte, habe ich alles ganz brav befolgt, da ich mir natürlich Leckerlis erhoffte – bin ja nicht blöd. Aber mein Frauchen schien die Leckerlis wohl vergessen zu haben und ich ging leer aus – ist das zu fassen?!

Während ich also hungern musste, gönnte Frauchen sich eine Menschenleckerei bei Starbucks. Auch das noch! Während sich Frauchen einen großen Becher mit braunem Wasser holte und mich somit nicht im Blick hatte, suchte ich mir in der Menschenschlange hinter uns ein paar Kussattackenopfer aus und startete einen Angriff – Volltreffer! Natürlich fanden die Zweibeiner das super und ich bekam prompt ein paar Kuscheleinheiten – was soll ich auch länger liegen bleiben, wenn eh nichts dabei rausspringt? Kaum hatte ich die Aufmerksamkeit auf mich gezogen, linsten auch die Starbucks-Verkäufer über die Theke und ein Kanon aus „Ooooohhhh ist der süüüüß!“, „Der ist noch jung, stimmt’s?!“ und „Ein Laaaaabraaaadoooooooor!“ machten es Frauchen schwer, ihrer Bestellung Gehör zu verschaffen. Touché! Während ich die Herzen des gesamten Starbucks-Rudels im Sturm eroberte, kam Frauchen mit etwas Glück doch noch zu ihrem Getränk und wir konnten endlich den Heimweg antreten. Frauchen war übrigens hin und weg, ich wäre ja soooo brav und hätte mir ein besonders feines Frühstück verdient. Da war ich ja gespannt.

Zu Hause angekommen setzte ich meinen „Frauchen, Fressen, SOFORT!“-Blick auf – der zieht immer. Und ja, ich habe mein Frauchen gut erzogen, denn schon machte sie die Kühlschranktür auf und heraus kam ein rieeeessssen Stück FLEISCH! Wau! Nur für mich?! Zu früh gefreut. Denn nach einer halbstündigen Messerattacke war das Stück Fleisch in meinem Napf vielleicht noch ein Fünftel von dem, das Frauchen aus dem Kühlschrank zauberte. Also ein bisschen großzügiger könnte sie doch schon sein, oder? Schließlich habe ich mich vorbildlich benommen, war nett zu fremden Leuten und habe sogar Küsse verteilt (was nun nicht selbstverständlich ist!) und der Besuch beim Leckerlimann war nun auch nicht gerade sättigend. Nunja, geschmeckt hat es trotzdem und wenn Frauchen nicht schaut, werde ich das Reststück unnauffällig aus dem Kühlschrank entwenden, denn ich weiß wo es liegt…..!

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