Mmmmhhhh, lecker Knochen!

Wenn man erzählt, dass man seinen Hund roh füttert, bekommt man des öfteren Sprüche wie „Oh nein, bloß keine Knochen!“ oder „Rohes Fleisch? Ist das nicht gefährlich?“ zu hören. Natürlich habe ich mir anfangs auch viele Gedanken gemacht, aber dennoch muss man sagen: Der Hund stammt vom Wolf ab.

Ja, ob ihr es glaubt oder nicht, die Wölfe haben ihr Mahl nicht gekocht, sondern tatsächlich roh gegessen und auch die Knochen blieben selten liegen. Tierärzte raten häufig trotzdem von der Rohfütterung ab, der Hund habe sich schließlich über die Jahre an das Fertigfutter gewöhnt und könne rohes Fleisch oder gar Knochen nicht verwerten. Salmonellengefahr und splitternde Knochen sind häufige Schauermärchen.

Und was ist mit Salmonellen bei Fertigfutter? Da ein Trockenfutter zunächst einmal im Magen aufquillt und viel länger braucht um verwertet zu werden, haben es Salmonellen hier wesentlich leichter, sich einzunisten, als bei rohem Fleisch, das schnell verdaut wird. Zudem etwickeln Hunde, die roh gefüttert werden eine aggressivere Magensäure, bei der Salmonellen keine guten Chancen haben.

Fleischige Knochen stehen regelmäßig auf dem Speiseplan.

Auch bei der Knochenfütterung machte ich mir zunächst ein wenig Sorgen. Hier ist es besonders wichtig der Rohfütterung treu zu bleiben. Denn erst durch das Kochen verändern die Knochen ihre Struktur, werden somit spröde und splittern leichter. Natürlich können auch ungekochte Knochen einmal splittern oder eine scharfe Kante haben, darum bekommt Maya weiche Knochen und solche, die sie gut kauen muss um sie schlucken zu können. Bei uns stehen mehrmals pro Woche weiche Knochen wie Hühner- und Putenhälse, Kalbsbrustknochen und Knabbereien wie Rinderluftröhre auf dem Speisplan – Maya findet’s toll! ;-)

Natürlich kann es immer Ausnahmen geben, auch ein roher Knochen kann splittern und sicherlich gibt es auch Hunde, die die Rohfütterung nicht vertragen. Bei Maya kann ich aber nur das Gegenteil bestätigen. Sie liebt ihr „Wolfsmahl“ ;-)

Übrigens: Wer den Knochen nicht traut, kann auch auf Knochenmehl oder Eierschalenpulver zurückgreifen. Das ist ebenfalls ein guter Kalziumlieferant, jedoch bleibt hier der Kauspaß für den Hund und eine super Zahnpflege aus.

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