Fast Food oder Sternemenü?

Wir kennen sie alle aus der Werbung – die glücklichen, gesunden Hunde, denen es einzig und allein dank ihres hochwertigen Futters so gut geht. Beschäftigt man sich einmal näher mit dem Thema Hundeernährung, muss man leider feststellen, dass nur wenige der hochgelobten Futtermittelhersteller tatsächlich Wert auf eine ausgewogene und artgerechte Ernährung legen.

Fangen wir mal ganz von vorne an. Dass der Hund vom Wolf abstammt, sollte allgemein bekannt sein. Dass der Wolf ein Carnivor, also ein Fleischfresser ist, ist auch den meisten unter uns geläufig. Neben Beutetieren ernährt sich der gute alte Wolf aber auch von Beeren und Gräsern, sowie dem meist „vegetarischem“ Mageninhalt seiner Beute.

Werfen wir nun mal einen Blick auf die Zusammensetzung unseres vermeintlich guten Trockenfutters, finden wir oft Dinge wie Getreide an erster Stelle. Das macht satt, dick und ist häufig Auslöser für Allergien. Fleisch kommt dabei häufig etwas zu kurz und auch Dinge wie tierische und pfanzliche Nebenerzeugnisse sind bei Fertigfutter keine Seltenheit. Doch was bedeutet das eigentlich? Nebenerzeugnisse sind nichts anderes als Abfälle. So können tierische Nebenerzeugnisse zum Beispiel Klauen, Krallen oder Schnäbel sein, pflanzliche Nebenerzeugnisse zum Beispiel Abfälle aus der Gärtnerei, Dünger inklusive.

Ich habe mich lange mit dem Thema Hundefutter auseinandergesetzt, viele Sorten probiert und nichts passte so wirklich. Ich fand durchaus Futter, die sich von der Zusammensetzung vernünftig anhörten, doch die meisten sorgten dafür, dass Maya fünf Haufen am Tag produzierte, pupste und borstiges Fell bekam.

Während ich so die verschiedenen Futtersorten ausprobierte, kam mir der Gedanke ans Barfen. BARF steht für biologisch artgerechtes rohes Futter, kurz: Man versucht möglichst nah an die Ernährung eines Wolfes heranzukommen. Nach langem Überlegen, Abwägen, Informieren und dem ein oder anderen Buch, stand es also fest. Maya bekommt Barf.

Fleisch, Knochen und Gemüse stehen nun auf der Speisekarte und ich muss sagen: Es bekommt ihr wirklich gut. Ihr Fell ist weich und glänzt wie ein Spiegel, sie pupst nicht und ist fit wie ein Turnschuh.

Natürlich ist Barfen etwas mehr, als ein paar Brocken in den Napf zu schütten, aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, geht auch das schnell von der Hand und der Aufwand lohnt sich allemal!

2 Replies to “Fast Food oder Sternemenü?”

  1. klingt interessant! darf ich fragen, was das insgesamt pro monat kostet?
    snoop und emily kriegen „platinum“ und auch regelmäßig was selbstgemachtes, damit die abwechslung nicht zu kurz kommt. :)

  2. Ehrlichgesagt kann ich das so spontan gar nicht sagen :-)
    Ich bestelle immer so viel Fleisch wie in die Kühltruhe passt und damit komme ich mindestens einen Monat hin. Bei Maya komme ich meistens so auf 20-30€, je nachdem was ich bestelle.

    Ich habe auf jeden Fall für hochwertiges Futter schon mehr bezahlt, als für Rohfutter. Dafür ist der Aufwand natürlich etwas größer ;-)

Schreibe einen Kommentar