Maya, die Sportskanone

Ja, man mag es kaum glauben, aber die kleine Maya ist ein echter Heißsporn. Schon im zarten alter von zehn Wochen suchte sie sich stets die größten Hunde zum Raufen aus und in der Welpenschule ließ sie meistens den Streber raushängen. Sitz? Das kann ich schon längst! Durch den Reifen springen? Habt ihr nichts besseres für mich?

Mit sechs Monaten war dann Schluss mit der lustigen Welpengruppe, toben und hin und wieder durch einen Tunnel krabbeln. Junghundegruppe war angesagt. Schnell merkten wir, dass dort ein anderer Wind weht. Bei Fuß laufen, Sitz, Platz und Bleib auf Befehl und zum Abschluss eine Runde durch den Parcours. Dank Maya’s Hang zu allem, das man Essen kann (oder auch zu Dingen, die man eigentlich nicht essen kann) haben wir das mit einem Stück Wurst vor der Nase für den Anfang ganz gut hinbekommen.

Aber relativ schnell kam mir der Gedanke an das sogenannte Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Gerade vier Schritte Fuß gegangen, ließ Maya’s Aufmerksamkeit doch recht schnell nach. Oh, ein Vögelchen, ein Grashalm und der Hund da drüben! Ach, und was riecht denn hier so gut? Maya ist ein echter Wusel und tut sich mit der Konzentration manchmal etwas schwer. Extrem wird es, wenn es Richtung Parcours geht. Dann heißt es in die Leine hängen und bellen bis wir eeeendlich dran sind!

„Für den Anfang lauft ihr einfach mal an den Geräten vorbei, damit sie sich dran gewöhnen kann,“ sagte der Hundetrainer in unserer ersten Stunde. Pah – nicht mit Maya! Während ich mir Mühe gab, mein Hundchen langsam und behutsam an den Geräten vorbeizuführen, ließ Maya die Sau raus und startete durch. Über die Hürden, über den Steg und am liebsten auch gleich auf die Steilwand. Seitdem habe ich es schwer im Parcours mit Maya mitzuhalten.

In der nächsten Zeit werden ich also den Rat des Hundetrainers befolgen: „Die macht des subba, nur des Frausche muss noch bissl schneller werden!“

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