Die Sache mit dem Labrador

Klein, schwarz, Schlappohren – das muss ein Labradorwelpe sein! Sollte das auch euer erster Gedanke bei Maya’s Anblick gewesen sein, so muss ich euch leider enttäuschen.

Gemeinsam mit Maya trat auch die ewig selbe Frage in unser Leben: „Oooohhh! Ist das ein Labradoooor??“ Auf meine Antwort, dass es kein Labrador sei, erntete ich schon den ein oder anderen verwirrten Blick. So zum Beispiel eines Tages in der Welpenschule, als drei kleine schwarze Labi-Welpen zu uns in die Gruppe kamen.

Maya vs. Lab Puppy

Kaum hatten sich die Hunde begrüßt, schien das Labrador-Frauchen am Ende der Leine eine gewisse „Frauchen-mit-Labrador-Verbundenheit“ zu spüren, schenkte Maya einen schmachtenden Blick und fragte mich: „Na, wie alt ist ihre denn?“. An ihrem verwirrten Blick war unschwer zu erkennen, dass sie nicht mit vier Monaten gerechnet hatte.

Da frage ich mich doch, was in diesem Moment in den Menschen vorgeht. Ob ich meinem Hund nichts zu essen gebe? Ihm Medikamente einflöße, die das Wachstum stoppen? Anstatt der Antwort: „Nunja, seit sie neun Wochen alt ist, bekommt sie ein wachstumshemmendes Medikamt, denn wenn sie klein sind, sind sie doch einfach am niedlichsten!“ warf ich ihr ein trockenes „Das ist kein Labrador“ entgegen und ging weiter.

Maya mit knapp 10 Wochen

Nach einem halben Jahr ist Maya nun den meisten Herrchen und Frauchen, die täglich unseren Weg kreuzen bekannt und ich kann mir die „Nein, es ist kein Labrador“-Erklärung sparen. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntermaßen die Regel und so begegnen uns immernoch beinahe täglich Leute, die Maya für einen Schrumpf-Labi halten. Sprüche wie „Nein Hasso, nicht so wild, die ist doch noch klein!“, „Mit der darfst du nicht spielen, das ist noch ein Baby!“ oder „Meiner mag leider keine Welpen.“ sind bei unseren Spaziergängen fast schon vorprogrammiert.

Kein Labrador!

Wie gut, dass es diese tollen Logo-Geschirre gibt! Onlineshop gesucht, Geschirr bestellt und ein dazu passendes Klett-Logo mit der Aufschrift „Kein Labrador“ anfertigen lassen. So liebe Hundehalter und -freunde, noch Fragen? Jetzt steht es Maya dick und fett auch den Bauch geschrieben. Doch da hatte ich mich zu früh gefreut, denn anstatt „Ist das ein Labrador?“ flog mir nun die Frage „Das ist kein Labrador? Was denn dann?“ an den Kopf.

Da Maya nun mit neun Monaten relativ ausgewachsen zu sein scheint, habe ich beschlossen mich mit der Sache mit dem Labrador anzufreunden. Denn so wie sie jetzt aussieht, wird sie wohl auch in einigen Jahren noch für einen Labrador-Welpen gehalten werden.

Ach übrigens: Maya’s Papa ist ein beiger Mops, ihre Mama ein rotbrauner English Cocker Spaniel. Nein, ein Labrador war nicht im Spiel.

One Reply to “Die Sache mit dem Labrador”

  1. Maya ist ja wirklich zum knuddeln! Habe euren Blog über Martha&Lotte bei fb gefunden, echt toll :)!

    Liebe Grüße
    Ines
    snoopundemily.blogspot.com

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